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Zwei bittere 4:9-Pillen für die zweite Mannschaft

(mu) – Die zweite Tischtennismannschaft des TV Hilpoltstein musste am Samstag zwei ganz bittere Pleiten in der Herren-Bayernliga einstecken: im rassigen und phasenweise hochklassigen Duell gegen das Spitzenteam aus Regensburg unterlag man nach starker Gegenwehr mit 4:9, bevor man gegen den schwächer eingeschätzten TV Erlangen II im Anschluss mit dem gleichen Ergebnis unterlag.


Gegen Regensburg erwischte man vor zahlreichen Fans wie so häufig in dieser Spielzeit einen sehr durchwachsenen Start: nur das Spitzendoppel Mahroum/Frisch wusste zu überzeugen bei seinem glatten Erfolg. Die gemeinsam ganze 30 Lenze zählende Paarung Kutzner/Kupfer spielte wie gewohnt sehr gefällig auf, musste aber dem starken gegnerischen Spitzendoppel zum Sieg gratulieren. Enttäuschend verlief das Dreierdoppel der Paarung Hoffmann/Mulack.


Als Manuel Hoffmann etwas überraschend dem allerdings sehr starken Juschka und Youngster Marcel Kutzner erwartungsgemäß dem zu guten Plattner unterlag, war der 1:4-Fehlstart perfekt. Durch die denkbar knappe Niederlage des guten Tarik Mahroum gegen den noch etwas besseren Joch lag man sogar mit 1:5 hinten, ehe mit dem hart erkämpften Erfolg von Youngster Manuel Kupfer über Binder eine zwischenzeitliche Aufholjagd bis zum 4:5 eingeleitet wurde.


Hinten schließlich folgten dem jungen Rückhandspezialisten die deutlich routinierteren Rainer Frisch und Tobias Mulack: Frisch lieferte sich ein sehenswertes Duell mit vielen langen Ballwechseln mit Horn, das mit einem verdienten Fünfsatzsieg des Teamroutiniers endete. Am Nebentisch spielte Tobias Mulack fast gänzlich ohne Fehler und bezwang Schellhorn, immerhin mit einigen Zweitligaeinsätzen in der eigenen Vita, ganz glatt in drei Sätzen. So stand es nach dem ersten Durchgang 4:5.


Weiteren Hilpoltsteiner Erfolgen machte Regensburg nun allerdings einen Strich durch die Rechnung: Manuel Hoffmann, der am Vorabend eine schmerzhafte Bänderdehnung erlitten hatte und nur mit getapetem Knöchel spielen konnte, unterlag im Spitzenspiel dem langjährigen Zweitligaspieler Plattner, während Marcel Kutzner gegen den cleveren Juschka nur am Anfang mitspielen konnte. Manuel Kupfer verlor im Anschluss gegen Joch, in einem sehenswerten Materialkampf musste Tarik Mahroum Binder schließlich zum 4:9-Sieg der Gäste gratulieren.


Gegen das Oberpfälzer Spitzenteam hatte man sich kaum etwas ausgerechnet, jedoch vor zahlreichen Zuschauern viel Gegenwehr gezeigt. So ging man mit einem guten Gefühl und großen Plänen in das mittelfränkische Derby gegen Erlangen, das zudem ohne Nummer eins und drei antreten musste. Doch alle Ambitionen auf den ersten Punktgewinn der laufenden Saison erhielten binnen kürzester Zeit einen herben Dämpfer, denn knapp eineinhalb Stunde nach Spielbeginn lag man uneinholbar mit 1:7 hinten. Zwar konnte man noch einmal etwas auf 4:8 verkürzen, doch den verdienten Erlanger Erfolg konnte man nicht mehr verhindern.


Wie die blutleere Vorstellung zustande kommen konnte, nachdem man sich so viel vorgenommen hatte, dafür hatten die konsternierten Mannen um Kapitän Manuel Hoffmann auch Stunden nach dem Abpfiff keine hinreichende Erklärung. Vor Spielbeginn hatte man sich extra noch in der Kabine auf das wichtige Duell eingeschworen und wollte mit aller Macht die ersten Zähler einfahren. Doch nach einem desillusionierenden 0:3 nach den Doppeln, in denen Hoffmann/Mulack zu allem Überfluss noch einen Matchball vergeben hatten, war schon ein Großteil des Matchplans hinfällig.


Völlig überraschend unterlag der zuletzt überspielt wirkende Frontmann Hoffmann gegen Lommer, da halfen auch zwei gute Siege von Manuel Kupfer und Tarik Mahroum in der Mitte nicht mehr viel weiter. Hinten hatten Rainer Frisch und Tobias Mulack starke Gegner und unterlagen diesen je in vier Sätzen.


Nach etwas Positivem musste man schließlich lange suchen seitens der Burgherren. Immerhin brandete zwischenzeitlich großer Jubel im Hilpoltsteiner Lager auf, kam doch eine erdrückende Negativserie endlich zu einem Ende: Youngster Marcel Kutzner konnte gegen den guten Lommer seinen ersten Erfolg in der laufenden Saison einfahren. Eine tolle Leistung des 14jährigen, der unter der Woche erstmalig auch im Training den nötigen Biss gezeigt hatte und promt dafür belohnt wurde.


Nun hat man noch mal eine Woche Pause, um sich auf das Vorrundenfinale vorzubereiten. Auch wenn derzeit alles gegen Hilpoltstein spricht, so hat man in den beiden Heimspielen gegen Eschau (14.12.) und Sparta Nürnberg (16.12.) die Chance, auf einem Nichtabstiegsplatz in die Winterpause zu gehen. Dafür muss man es allerdings endlich einmal schaffen, dass alle Akteure eine starke Leistung abliefern.

 

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