Gut möglich für ein Team, das in den vergangenen beiden Spielzeiten die Plätze zwei und drei belegte. Das sollte man zumindest meinen, doch ob der Jahrgang 23/24 an die historischen Auftritte anknüpfen kann, ist keinesfalls ausgemacht, denn Hilpoltstein muss weitgehend ohne Andy Pereira auskommen. Der kubanische Nationalspieler brachte es aufgrund seines unglaublichen Ballgefühls auf eindrucksvolle 26:7 Siege – die beste Bilanz im vorderen Paarkreuz, die je ein Spieler im gelb-schwarzen Trikot erreicht hat. Doch Pereira zog es nach Kuba zu seiner Familie zurück. Glücklicherweise wechselt er nicht den Verein, so dass er dem TVH weiter zur Verfügung steht. Einfach werden Einsätze allerdings nicht, denn Hilpoltstein muss sich terminlich mit Kubas Nationalteam koordinieren. Pereira wird also allenfalls gelegentlich aushelfen.
Wer tritt in Pereiras Fußstapfen?
Der Stammformation der Mannschaft wird der Kubaner jedenfalls nicht mehr angehören. Ein herber Verlust, gar keine Frage. Umso mehr müssen die anderen zusammenrücken. Die Verantwortung, die auf mehrere Schultern verteilt wird, tragen in erster Linie die beiden „verbliebenen Stammkräfte“ Petr Fedotov und natürlich Kapitän Alexander Flemming in seinem insgesamt 16. Hilpoltsteiner Dienstjahr.
Flemming war auch in der vergangenen Saison mit einer ordentlichen Bilanz von 15:16 eine der Stützen der Mannschaft. Bekommt er das wieder hin? „Wir hoffen auf seinen siebten Frühling“, setzt Abteilungsleiter Ulrich Eckert auf die Qualitäten des 36-jährigen nimmermüden Dauerbrenners, der es im Herbst seiner Karriere noch immer wissen will. „15 Jahre habe ich gute Bilanzen hingelegt, warum sollte sich das heuer ändern?“, versprach Flemming beim Pressetermin am Donnerstag in der Stadthalle.


