Dabei hatten sich die Burgstädter zunächst schwergetan und gegen die doppelstarken Gäste schnell mit 0:2 hinten gelegen. Überraschend hatten dabei Krcil/Hörmann gegen Weber/Ziermeier ihre zweite Saisonniederlage kassiert, während der erstmalig eingesetzte Johannes Stumpf an der Seite von Hegenberger dreimal knapp gegen Dudek/Cavatoni unterlegen war. Zum Glück war einmal mehr Verlass auf Kabacinski/Palkovsky, die Dudek/Deng 3:1 niederhalten konnten. Zwei starke Vorstellungen vorne von Frantisek Krcil gegen Michael Dudek und Hannes Hörmann gegen Daniel Weber brachten zwei 3:1-Erfolge und die erstmalige TV-Führung, bevor Sebastian Hegenberger durch sein 0:3 gegen Christian Cavatoni und Routinier Tomek Kabacinski durch sein umkämpftes 3:2 gegen Patrick Dudek auf 4:3 stellten.
Der erste Auftritt des Hilpoltsteiner Paradepaarkreuzes brachte die Burgstädter dann 6:3 in Front: David Palkovsky agierte vor den Augen seiner Frau, einer Ex-Nationalspielerin, einmal mehr fast fehlerfrei und hielt Matthias Ziermeier ganz glatt nieder. Nebenan hatte das im Doppel noch geschonte Nesthäkchen Matthias Danzer mehr Probleme mit seiner verletzten Schulter als mit Nick Deng, dem er beim 3:1 kaum einen Stich ließ. Spätestens das glatte 3:1 von Frontmann Frantisek Krcil im Spitzenspiel des Tages gegen Daniel Weber brachte dann eine Vorentscheidung zugunsten der Gastgeber. Ausnahmetalent Hannes Hörmann, aktuell schon der zweitbeste Deutsche in der so starken Regionalliga, gelang im Anschluss das Kunststück, erstmals in dieser Saison beide Einzel für sich zu entscheiden, als er Michael Dudek in einem wahren Nervenkrimi in der Verlängerung des Entscheidungssatzes bezwang. Ähnlich dramatisch ging es bei Sebastian Hegenberger zu, der Patrick Dudek ebenfalls mit knappen zwei Zählern Vorsprung im letzten Satz niederhalten konnte.
Alle freuten sich über Gebühr, dass ausgerechnet die beiden Eigengewächse den Endstand mit spielerisch wie kämpferisch außergewöhnlichen Vorstellungen unter Dach und Fach gebracht hatten. Nach einer mehr als überzeugenden Halbrunde und einem mehr als überzeugenden Abschluss war Macher Uli Eckert zurecht „richtig stolz auf unsere Mannschaft, in der sich alle drei Ausnahmetalente sensationell entwickelt und die drei Routiniers ihnen dabei viel Stabilität geben.“ Platz zwei zu Weihnachten – damit hätten wohl in der Tat die kühnsten Optimisten nicht gerechnet.


