Hilpoltstein (bb) – Es ist nach den deutschen Einzelmeisterschaften das bedeutendste nationale Tischtennisturnier und könnte zu einem Meilenstein für den TV Hilpoltstein werden. Beim Bundesranglistenfinale TOP 16, das am 3. und 4. Dezember im hessischen Seligenstadt über die Bühne geht, sind die Mittelfranken aus der Burgstadt am Rothsee zusammen mit dem Erstligisten TG Hanau der teilnahmestärkste Verein bei den Herren – und einziger Vertreter des Bayerischen Tischtennisverbandes (BTTV).
Allerdings gehen die drei bayerischen Cracks, der wiedererstarkte Felix Bindhammer sowie Alexander Flemming und Nico Christ, die beiden Spitzenspieler des Zweitligisten, in diesem Elitefeld nur als Außenseiter an den Start. Dass man als solcher dennoch Chancen hat, weit vorne zu landen, hat Flemming im letzten Jahr bewiesen: beim damaligen TOP 12 in Nordhalben belegte der Hilpoltsteiner hinter Nationalspieler Ruwen Filus den zweiten Platz und bezwang im Halbfinale gar mit Patrick Franziska (TG Hanau) den neuen Shooting-Star des deutschen Tischtennissports. Die beiden Hessen zählen zusammen mit Steffen Mengel (ebenfalls TG Hanau) erneut zum Favoritenkreis, bei ihrem „Heimspiel“ vor den Toren Hanaus dürften ihnen allenfalls Nationalmannschafts-Kollege Lars Hielscher (TTC Ruhrstadt Herne) und TOP-48-Gewinner Ricardo Walter (TTC indeland Jülich) gefährlich werden.
Freigestellt von diesem wichtigsten deutschen Ranglistenturnier sind übrigens die Weltklasse-Akteure Timo Boll, Patrick Baum, Christian Süß, Dimitri Ovtcharov und der deutsche Meister Bastian Steger, erkrankt abgesagt hat Nationalspieler Zoltan Fejer-Konert, auf eine Wild-Card des DTTB hofft noch der nicht qualifizierte Ex-Hilpoltsteiner Philipp Floritz, der jetzt das Trikot des Erstligisten SV Plüderhausen trägt, dort aber nur selten zum Einsatz kommt.
Bei den Damen sind mit den Schwabhausenerinnen Sabine Winter und Kathrin Mühlbach nur zwei bayerische Vertreterinnen qualifiziert. Die 20-jährige Winter – sie wurde bereits fünfmal hintereinander bayerische Titelträgerin - gilt als eines der größten Tischtennis-Talente in Deutschland und hat neben der drei Jahre jüngeren Jugend-Spielerin Petrissa Solja (TTSV Saarlouis-Fraulautern) die besten Chancen, die favorisierte deutsche Meisterin Zenqi Barthel vom Thron zu stoßen.

