Hilpoltstein (bb) – Das letzte Heimspiel der Vorrunde ist eines der wichtigsten für den Tischtennis-Zweitligisten TV Hilpoltstein. „Endlich ein Heimsieg“, lautet die Devise am kommenden Sonntag um 14 Uhr gegen den prominent besetzten TTC Weinheim, der mit 10:6- Zählern und Kontakt zu Platz 2 zwei Tabellenplätze vor den Hilpoltsteinern rangiert.
Es wäre so etwas wie ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk für die Bindhammer-Truppe, wenn sie die Badener von der Bergstraße in Schach halten könnte. Unmöglich ist das nicht, wenn man die bisherigen Bilanzen vergleicht. Im vorderen Paarkreuz ist der in Hilpoltstein bestens bekannte Jörg Schlichter, zusammen mit Alexander Flemming 2009 deutscher Meister im Herren-Doppel, gut (9:6-Siege), aber für seinen Freund Flemming (10:5) und Jakub Kleprlik (8:8) nicht unschlagbar. Gleiches gilt für den eleganten Rumänen Ovidiu Ionescu (10:5), der in Hilpoltstein auch schon auf der Wunschliste stand.
Knackpunkt des Spiels dürfte neben den Doppeln der Ausgang im mittleren Paarkreuz werden. Andras Podpinka (7:7) und Tomas Demek (5:8) können viel mehr, als sie im bisherigen Saisonverlauf gezeigt haben. Gegen ihre starken Gegner Wan Guohui (10:5) und Björn Baum (8:7) müssen sie unbedingt punkten, wenn die ganze Mannschaft gewinnen soll.
Ähnliches gilt für das hintere Paarkreuz: Felix Bindhammer (6:5) hat gegen Tim Klumpp und vermutlich auch gegen den Weinheimer Ersatzmann – der 15-jährige Stammspieler Frederick Jost dürfte ebenso wie Manuel Hoffmann bei den Landesmeisterschaften der Jugend im Einsatz sein – die Favoritenrolle inne, aber vor den Erfolg haben die Götter nun mal den Schweiß, vor allem im Training, gesetzt.
Glanzstück von Weinheim ist die Doppelpaarung Schlichter/Baum (10:3), wie überhaupt die Gesamtbilanz in den Doppeln - 14:15 bei Weinheim, 8:17 bei Hilpoltstein – eindeutig für die Gäste spricht. Bisher ging der Poker mit der Hilpoltsteiner Doppelaufstellung ja meistens in die Hose. Man darf gespannt sein, was sich die Strategen der Heimmannschaft diesmal einfallen lassen, um nicht wieder von Anfang an einem Rückstand hinterherzulaufen.
Gewinnen werden auf jeden Fall die Tischtennisfans. Neben einem sportlichen Krimi werden ihnen beim letzten Vorrunden-Heimspiel der populärsten deutschen Zweitligamannschaft einige Weihnachtsüberraschungen geboten. Ob auch – wie im Vorjahr – ein Heimsieg im Überraschungspaket steckt, wird sich zeigen.

