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Tischtenniskrimi an der tschechischen Grenze

(mu) – Der TV Hilpoltstein hat die nächste schwere Hürde in der Tischtennis-Landesliga genommen und beim heimstarken SV Neukirchen einen ganz wichtigen 9:7-Sieg eingefahren. Da der Topfavorit Tegernheim bislang noch ein Spiel weniger bestritten hat, bleibt die Hilpoltsteiner Bundesligareserve nach nunmehr sechs Spieltagen weiterhin Tabellenführer.

Spätestens nachdem man am Samstag nahe der tschechischen Grenze zwei Eingangsdoppel verloren hatte, war allen Beteiligten klar, dass es wieder eine ganz enge Auseinandersetzung werden würde. Und diese Befürchtung sollte sich auch in den Einzeln bestätigen, in denen die großen Überraschungen ausbleiben sollten. Symbolisch für die Dramatik des gesamten dreieinhalbstündigen Tischtenniskrimis war dabei das letzte Einzel des Tages zwischen Hilpoltsteins „Mister Tischtennis“, Rainer Frisch und dem routinierten Gäste-Sechser Schamberger. Frisch verlor nach 2:0-Satzführung und einer Auszeit seines Gegners nach 5:1-Führung im dritten Satz auf einmal den Faden. Und auch im Entscheidungssatz verspielte der athletische Blockspezialist eine deutliche Führung. Doch am Ende rettete ihn beim Stande von 10:9 eine Auszeit, im Anschluss an diese konnte er nach einem tollen Ballwechsel den Sack zu machen. Der Jubel im Hilpoltsteiner Lager kannte keine Grenzen, alle freuten sich mit dem bislang stets gut spielenden, in den Entscheidungssituationen aber etwas unglücklich agierenden Teamroutiniers. Nur wenige Sekunden später brach noch größerer Jubel aus, denn das diesmal überragende Schlussdoppel Seibot/Hoffmann machte mit seinem glatten 3:0-Sieg den knappen, aber hochverdienten Auswärtssieg der Burgstädter perfekt.

Garant des vierten Saisonsieges waren einmal mehr die beiden letztgenannten Akteure: Petr Seibot und Manuel Hoffmann holten alleine sechs der neun Punkte, bemerkenswerterweise musste nur Seibot im tschechischen Duell gegen Cech einen Satzverlust hinnehmen. Youngster Manuel Hoffmann spielte durchgehend auf ganz hohem Niveau und ließ weder Cech noch Masek eine realistische Chance auf einen Satzgewinn.

In der Mitte verliefen alle vier Duelle von Tobias Mulack und Florian Seitz fast deckungsgleich: gegen den erfahrenen Noppenspezialisten Cervenka hatten die beiden Hilpoltsteiner gar keine Mühe und siegten sicher mit 3:0. Gegen seinen tschechischen Landsmann Roubicek hatten beide dann aber immense Probleme mit den Aufschlägen des starken Linkshänders und fanden so zu selten ins eigene Spiel. Wenn beide jedoch ihre Chancen im dritten (Seitz) bzw. vierten (Mulack) Durchgang genutzt hätten, wäre eine kleine Überraschung möglich gewesen.

Hinten schließlich war der mit einem Piratentuch angetretene Irrwisch Schindlatz nicht zu bezwingen. Rainer Frisch reichten eine 2:1-Satzführung und mehrere Matchbälle nicht zum verdienten Erfolg. Ganz wichtig für die Seele des erfahrensten Hilpoltsteiners, dass er den so wichtigen letzten Punkt zum Erfolg beisteuern konnte. Der erst 13jährige Ferenc Toth verkaufte sich diesmal deutlich unter Wert, da er die meiste Zeit mehr mit sich selbst als mit seinen Gegnern beschäftigt war. Gegen Schindlatz zeigte er dabei immerhin eine ansatzweise gute Vorstellung, ließ allerdings erst zu spät sein riesiges Potential aufblitzen. Nach einer zweiwöchigen Pause geht es für den TV-Express mit den Duellen gegen Lauf und Schweinau weiter.

Ergebnisse:

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