(mu) – Heute Abend steigt um 19 Uhr in der Hilpoltsteiner Stadthalle das Spitzenspiel der Tischtennis-Landesliga: zu Gast beim Tabellendritten ist der punktgleiche Zweite und Dauerrivale TSV Windsbach. Die Ausgangslage ist dabei klar: verliert Hilpoltstein, wird es mit dem Aufstieg wohl nichts mehr werden in dieser Spielzeit, zudem man – ebenso wie der heutige Gegner – noch gegen Tabellenführer Tegernheim antreten muss.
Bei einem Unentschieden bleibt Windsbach aufgrund des besseren Spielverhältnisses vor Hilpoltstein. Bei einem Heimsieg distanziert man die Gäste um zwei Punkte und hätte gute Chancen, mindestens Rang zwei im Endklassement zu erreichen. Gewinnt man gar 9:5 oder höher, hätte man den mittelfränkischen Rivalen zudem auch im Spielverhältnis überflügelt.
Doch an die Höhe eines möglichen Sieges denkt derweil keiner in der Truppe um Kapitän Tobias Mulack, schon über ein 9:7 wären alle Burgstädter mehr als erleichtert. Zumal man ausgerechnet im so wichtigen Duell mit Rainer Frisch auf einen der absoluten Leistungsträger verzichten muss. Dennoch gibt es keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, schließlich stellt man mit dem Duo Seibot/Hoffmann das deutlich stärkste vordere Paarkreuz der Liga. Doch auch die beiden Ausnahmecracks müssen heute höllisch aufpassen, denn die rumänisch-bulgarische Kombination Wittmann/Kostadinov zählt ebenso zu den stärksten Duos, insbesondere Kostadinov ist mit 22:3 Siegen nur ganz schwer zu bezwingen. Analoges gilt für den unangenehmen Dreier der Windsbacher, Daniel Tomica. Dieser ist noch gänzlich ungeschlagen und bildet mit dem unberechenbaren Linkshänder Link ein ganz schlagkräftiges Duo in der Mitte.
Hier werden sich Aufschlagkünstler Florian Seitz und Blockspezialist Christian Haubner mächtig strecken müssen, um die Duelle zumindest ausgeglichen zu gestalten. Gleiches gilt im hinteren Paarkreuz für den dorthin gerutschten Tobias Mulack sowie den kampfstarken Teamoldie Uli Eckert gegen Mertel und Staudacher, die gemeinsam zwei Drittel ihrer bisherigen Einzel gewinnen konnten und gegen Hilpoltstein traditionell gut aussehen. Das Zünglein an der Waage könnten also mal wieder die Doppel darstellen, und auch hier verfügt Windsbach über drei ganz starke Paarungen: Kostadinov/Mertel sind auf Position eins ganz schwer zu schlagen, Wittmann/Staudacher ein äußerst spielstarkes Zweierdoppel, und Tomica/Link auf Position drei mussten bislang erst eine Niederlage einstecken.
Es dürfen sich alle Zuschauer also auf ein äußerst enges Match einstellen, zumal alle Duelle der beiden Rivalen seit Jahren auf des Messers Schneide stehen und entweder unentschieden oder 9:7 für eines der Teams enden. Der TV Hilpoltstein hofft auf lautstarke Unterstützung der eigenen Fans, da wieder mit zahlreichen Windsbacher Supportern zu rechnen ist. Diese sind obendrein dafür bekannt, viel Brisanz in die Begegnung zu bringen, obwohl es in der Vergangenheit stets sportliche fair ablief zwischen den beiden Teams.

