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Spannung pur ist angesagt...

Hilpoltstein (bb) – Wohin geht die Reise des TV Hilpoltstein? Am kommenden Sonntag um 14 Uhr kann der mittelfränkische Tischtennis-Zweitligist die Weichen stellen: Fährt der Zug in Richtung vordere Tabellenhälfte weiter oder bleibt er auf dem Weg nach einem Platz an der Sonne erst einmal stehen? Der 9:2-Kantersieg am letzten Wochenende in Stuttgart hat den Hilpoltsteinern Mut gemacht. Mit einem Erfolg gegen den Rivalen ASV Grünwettersbach hätten Bindhammer und Co. tatsächlich gute Chancen, aus dem Schatten des Tabellen-Mittelfelds herauszutreten. Denn die folgenden Gegner sind schlagbar.

Doch bevor es gegen Saarbrücken und gegen Grenzau II geht, steht erst mal einer der Favoriten für Platz 2 im Weg. Die Karlsruher Vorstädter vom ASV Grünwettersbach sind noch einen Tick stärker einzuschätzen als letzte Saison. Damals – es war ihr erstes Jahr in der 2. Bundesliga – belegten sie einen guten fünften Platz. Mit dem früheren Erstligaspieler Rade Markovic, er kam vom Meister FC Tegernheim, sind sie vor allem im mittleren Paarkreuz noch stärker geworden. Allerdings haben da auch die Hilpoltsteiner mit den Routiniers Andras Podpinka und Tomas Demek ihre beiden besten Punktesammler. Fällt hier also die Entscheidung?

Kaum zu glauben, denn im jedem Paarkreuz wird es eng zugehen. Der bis dato überragende Alexander Flemming kann „vorne“ gegen Adam Robertson, die Nr. 2 Großbritanniens, ebenso gewinnen wie gegen den eingedeutschten Chinesen Lei Yang, der 2008 bei den deutschen Meisterschaften sowohl Timo Boll als auch Jörg Roßkopf bezwungen hat und vor zwei Wochen sogar an seinem damaligen Finalgegner Torben Wosik Revanche nahm. In der letzten Saison bezog der unberechenbare Chinese gegen die beiden Hilpoltsteiner Floritz und Flemming allerdings drei Niederlagen, während Robertson viermal gewann. Aber jetzt steckt für Floritz der Tscheche Jakub Kleprlik im Hilpoltsteiner Trikot, der ebenfalls für mindestens einen Punkt gut ist.

Auch im hinteren Paarkreuz dürfte es ziemlich ausgeglichen zugehen. Der starke Pole Marcin Miszewski – bisher nur gegen Frickenhausen als Verlierer vom Tisch gegangen – will erst einmal bezwungen werden, während das Grünwettersbacher Eigengewächs Joachim Sekinger zwar keine leichte Beute, aber durchaus zu schlagen ist. Alexander Möst und Felix Bindhammer haben in der vergangenen Saison vorgemacht, wie das geht.

Entscheiden also die Doppel oder gar die Fans? Das Gäste-Team wird von einem ganzen Fan-Bus begleitet, und wenn Hilpoltsteins Tischtennis-Abteilungsleiter Bernd Beringer um 13:45 die Zuschauer begrüßt und die Mannschaften vorstellt, wird man sehen, ob die legendäre Stimmung in der Hilpoltsteiner Stadthalle auch in der sechsten Bundesliga-Saison anhält oder ob es schon mal 1:0 für Grünwettersbach steht. Ein spannender Sonntagnachmittag ist in jedem Fall angesagt.