TT-Bayernliga-Nord: Vorbericht TTC Tiefenlauter – TV Hilpoltstein II
(mu) – Am zweiten Spieltag der Tischtennis-Bayernliga wartet heute Abend um 19 Uhr mit dem TTC Tiefenlauter ein ganz unangenehmer Gegner auf den TV Hilpoltstein. Die Coburger Vorstädter sind mit einem Unentschieden gegen den stark eingeschätzten Aufsteiger Erlangen II und einer glatten Niederlage gegen Topteam Creussen solide in die Runde gestartet. Nach der Papierform dürfte es heute Abend ein ganz enges Duell werden, wobei wohl beide Teams eher in der unteren Tabellenhälfte zu finden sein dürfte.
Allerdings ist Tiefenlauter mit seiner engen und gewöhnungsbedürftigen Halle und einer immens kampfstarken Truppe seit jeher nur sehr schwer zu bezwingen an heimischen Tischen. Zudem wurde die routinierte Truppe schon häufig als Abstiegskandidat eingestuft, fand sich dann aber meistens im vorderen Tabellenmittelfeld wieder. Letztlich dürfte auch in dieser Spielzeit einfach wieder zu viel Routine und auch spielerische Substanz im heutigen Gastgeber liegen um sich nach unten orientieren zu müssen.
Ein Garant für viele tolle und überraschende Siege in den letzten Jahren war stets der frühere Bundesligacrack Molenda, mit feinem Händchen und einer immensen Portion Spielwitz ausgestattet. Nicht immer zu fairen Mitteln greift sein bissiger Nebenmann Bosina im vorderen Paarkreuz, der in nahezu jedem Duell für Diskussionen sorgt. Hier brauchen Manuel Hoffmann und Marcel Kutzner nicht nur viel Spielwitz, sondern auch ganz gute Nerven um sich zu behaupten.
Die Tiefenlauterer Mitte bildeten bislang der nimmermüde „Wusler“ Buckreus sowie der neu gekommene Florschütz. Interessant wird zu beobachten sein, ob sich die Hilpoltsteiner Mitte mit Rückhandkünstler Manuel Kupfer sowie dem in Ansbach ganz stark auftrumpfenden Tarik Mahroum wieder so prima präsentieren kann.
Hinten schließlich treffen Rainer Frisch und Tobias Mulack auf „Routine pur“ - und das auf einem spielerisch sehr hohen Niveau. Der Ur-Tiefenlauterer Jürgen Forkel ist an normalen Tagen kaum zu bezwingen, wie vergangene Saison auch der Hilpoltsteiner Frontmann Hoffmann leidvoll erfahren musste. Immer ein unangenehmer, weil kampfstarker und mit schwierigem Material ausgestatteter Gegner ist Dr. Deffner auf Position sechs, der mit zwei Siegen bislang auch ganz stark in die Saison gestartet ist.
Interessant zu beobachten sein wird, welche Schlüsse Hilpoltstein aus dem Doppeldebakel vom Saisonauftakt zieht, als man nur eines von vier Doppeln gewinnen konnte. Wenn heute Abend nicht die zweite Saisonniederlage herauskommen soll, dann sollte man hier tunlichst mehr als nur ein Doppel für sich entscheiden.

