(mu) – Nach dem erstmaligen Aufstieg in die Tischtennis-Bayernliga 2004 und sechsjährigem Kampf gegen den Abstieg hat es die zweite Herrenmannschaft in der vergangenen Saison nun doch erwischt. Nach passabler Vorrunde und vielen knappen Niederlagen konnte die Truppe um Mannschaftskapitän Tobias Mulack in der Rückserie der Saison 2009/10 anders als in den Vorjahren die entscheidenden Punkte nicht mehr einfahren. Dieser Abstieg kam für viele Beteiligte überraschend, schließlich hatte man ein vermeintlich spielstarkes Team ins Rennen geschickt und mit dem Ungarn Petr Petrovics einen spektakulären Spitzenspieler gestellt.
Nun standen Manager Bernd Beringer und Tobias Mulack vor der Herausforderung, eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen, die sich im Jahr eins nach dem Abstieg zunächst in der Landesliga akklimatisieren soll – keine leichte Aufgabe für die beiden, da sich Frontmann Petrovics trotz Zusage in Hilpoltstein einem norddeutschen Zweitligisten anschloss und auch der talentierte Linkshänder Maag nach nur einer Saison in der Burgstadt nicht mit in die Landesliga gehen wollte. Doch mindestens mittelfristig sollte es den TV-Verantwortlichen gelungen sein, die beiden Abgänge adäquat zu ersetzen:
Als neue Nummer eins konnte kurz vor Wechselschluss die Attraktion der neuen Landesliga-Saison präsentiert werden: der langjährige Zweitligaprofi Petr Seibot kehrt nach einjähriger Tischtennispause wieder nach Hilpoltstein zurück und wäre selbst für die erste Mannschaft eine gute Verstärkung. Zusammen mit Manuel Hoffmann wird Petr sicherlich eines der stärksten Paarkreuze der Liga stellen. Auf den weiteren Verbleib des jungen Neumarkters trotz unzähliger höherklassiger Angebote sind die TV-Verantwortlichen besonders stolz. Er belegt eindrucksvoll, dass der TV Hilpoltstein seit Jahren ein gutes Pflaster für junge Spieler aus der Umgebung darstellt. Aufgrund dieses Umstandes gelang es der Zweitligareserve auch, mit dem erst 13jährigen Schüler Ferenc Toth einen weiteren hochtalentierten Akteur in die Burgstadt zu locken. Der junge Serbe trainiert seit einiger Zeit im Zielkader von András Podpinka und war mit seinen Perspektiven beim diesjährigen Konkurrenten Jahn-Schweinau Nürnberg nicht ganz zufrieden. Auch wenn der Sprung in die Landesliga anfangs ein großer sein mag für den trainingsfleißigen Vorhandspezialisten, an seinem Talent und Willen zweifelt in der Burgstadt niemand. Ferenc wird zunächst als Nummer fünf ins Rennen geschickt und soll an der Seite von Uli Eckert und Rainer Frisch von deren Erfahrung profitieren.
Nach sieben Jahren im hinteren Paarkreuz rutscht Tobias Mulack an Position drei in die Mitte. An seiner Seite wird Christian Haubner sein Comeback nach einjähriger Tischtennispause geben und sich mit dem regionalligaerprobten Florian Seitz einen Platz teilen.
Nach Bekanntgabe der Mannschaftsaufstellungen dürfte sich die Hilpoltsteiner Zweitligareserve realistischerweise im (vorderen) Mittelfeld der Liga wiederfinden, nominelle Favoriten sind der Vorjahreszweite Tegernheim II mit einem neuen Spitzenpaarkreuz, der letztjährige Dritte Erlangen II, der zweite Bayernligaabsteiger Windsbach und auch die deutlich verstärkten Nürnberger Spartaner.
Natürlich will der TV Hilpoltstein möglichst schnell wieder zurück in die Bayernliga, zunächst gilt jedoch alle Konzentration der Stabilisierung der Mannschaft und der Beendigung des Abwärtstrends der vergangenen Spielzeit. Sollte dies frühzeitig gelingen und sich die beiden Youngster Hoffmann und Toth weiterhin gut entwickeln, hat sicherlich niemand etwas dagegen, wenn man dem einen oder anderen Favoriten ein Bein stellen kann.
Los geht’s am kommenden Samstag um 19 Uhr nach dem Saisonauftakt der ersten Mannschaft. Dann gastiert der schwer einzuschätzende Aufsteiger aus Burglengenfeld in Hilpoltstein.

