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Richtungsweisendes Koppelspiel für die Zweite

(mu) – Die zweite Tischtennismannschaft des TV Hilpoltstein steht vor einem ganz schweren Doppelspieltag und damit vor einem richtungsweisenden Wochenende: am Samstagnachmittag gastiert sie um 15 Uhr bei dem äußerst heimstarken Sportverein Weiherhof, ehe es direkt im Anschluss (19 Uhr) zur Spielvereinigung Erlangen weiter geht.

An Weiherhof hat man sehr gute Erinnerung, schließlich gab es in den letzten Jahren gleich eine ganze Reihe an hochdramatischen und äußerst spannenden Duellen, die fast immer 9:7 oder 8:8 endeten. Wenngleich Weiherhof mit ausgeglichenen Punkten derzeit eines der wenigen Teams stellt, das in der Tabelle weder nach oben noch nach unten schielt, ist auch diesmal mit einem ähnlichen Spielverlauf zu rechnen. Zu spielstark und ausgeglichen sind die Fürther Vorstädter einzuschätzen, um wirkliche Schwachpunkte auszumachen.

An Position eins stellt Weiherhof mit dem Russen Kirill Bolshem einen äußerst offensiven und attraktiven Topmann, der dem TV-Duo Jaka Golavsek und Rainer Frisch sicher alles abverlangen wird. Eine ganz andere Spielanlage hat der frühere Neustädter Regionalligaakteur, Wolfram Lipp, als Materialspezialist. In der Mitte wartet Mannschaftsführer Andy Böhm, der an guten Tagen für tolles und attraktives Offensivtischtennis steht wie kaum ein anderer in seinem Paarkreuz. Für lange Ballwechsel mit zahlreichen Topspinduellen sowie nimmermüden Einsatz bürgt Guido Meisenberg auf Rang vier. Auch hier dürften interessante Aufgaben auf Youngster Alexander Christoph und Aufschlagspezialist Florian Seitz warten. Gleiches gilt im hinteren Paarkreuz für den kampfstarken Tobias Mulack und Comebacker Christian Haubner, der für den verhinderten Kapitän Uli Eckert einspringt und  nach über einem Jahr Abstinenz mal wieder das TV-Trikot der zweiten Mannschaft überstreift: hier warten die beiden Ur-Weiherhofer Jochen Stüwe und Andreas Veitinger, die beide insbesondere an heimischen Platten nur schwer zu schlagen sind.

Große Bedeutung dürfte damit wieder mal den Eingangsdoppeln zukommen, in denen die spannende Entscheidung ansteht, wie man die durch den Eckert-Ausfall gesprengten Stammpaarungen aufstellen wird. Gleiches gilt natürlich auch im Abendspiel beim Tabellendritten Erlangen, wo ebenfalls ein Kampf auf Messers Schneide zu erwarten ist. Dafür bürgt nicht nur das etwas ärgerliche 8:8 aus dem Hinspiel, sondern auch die Tatsache, dass der TV-Express mit Koppelspielen in der jüngeren Vergangenheit nicht nur gute Erfahrungen gemacht hat.

Erlangen stellt mit Alexander Burkhard und Norbert Speckner ein ungleiches und ungemein schwer zu bespielendes vorderes Paarkreuz. In der Mitte hat sich Youngster Scheer toll entwickelt und stellt mit dem sympathischen und zähen Dani Sikiric ein echtes Bollwerk. Hinten schließlich hat man mit der letztjährigen Nummer zwei, Daniel Kotzian, eine Klasse-Nummer fünf, an seiner Seite agiert der häufig zu Höchstform auflaufende Dürrbeck.

Das Ziel der Hilpoltsteiner Bundesligareserve ist natürlich, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen von den beiden Mammutaufgaben. Sollte die Maximalausbeute gelingen, dürfte man sich bis Ende der Saison nach oben orientieren können. Falls nicht, findet man sich wohl eher im gesicherten Mittelfeld wieder.