TT-Bayernliga-Relegation: Vorbericht TTC Creussen – TV Hilpoltstein II
(mu) – Am Sonntagnachmittag ab 14 Uhr entscheidet sich in der Tischtennishalle des gastgebenden TTC Creussen, ob der Gastgeber oder aber die Zweitvertretung des TV Hilpoltstein in der kommenden Saison in der Herren-Bayernliga an den Start gehen darf.
Gegenüber stehen sich dabei der Drittletzte der abgelaufenen Bayernligasaison auf der einen sowie der Sieger der ersten Relegationsrunde auf der anderen Seite.
In den einschlägigen Tischtennisforen im Internet kursieren derweil zahlreiche Aussagen, wonach der Ausgang der Partie kaum von Relevanz sein dürfte: so dürften sich aufgrund zahlreicher Verschiebungen in den höheren Ligen angeblich beide Teams nächstes Jahr Bayernligisten nennen.
Doch darauf verlassen wird sich ganz sicher niemand in der Burgstadt, denn die Wettspielordnung gibt zunächst klar vor, dass nur der Sieger der zweiten Relegationsrunde sicher oben dabei ist. So wird man sportlich alles in die Waagschale werfen, was alleine schon beim Blick auf die Punktwerte der Akteure auf beiden Seiten ein ganz schweres Unterfangen werden dürfte: so ist Jaka Golavsek im vorderen Paarkreuz als einziger Akteur leicht favorisiert gegen die beiden äußerst spielstarken Bergmann und Schwarz. Einem fitten Rainer Frisch kann aber sicher auch der eine oder andere Punkt zugetraut werden.
In der Mitte wird der Ausfall des zwischenzeitlich frisch operierten Aufschlagkünstlers Florian Seitz sicher nicht gleichwertig aufzufangen sein. Dass der zuletzt prima aufgelegte Youngster Alexander Christoph und der ohnehin gegen alle Gegner kämpfenden Tobias Mulack dennoch den einen oder anderen Punkt in der Mitte landen wollen, versteht sich von selbst. Mit Schneider und dem Ex-Erstligacrack Betsch warten hier allerdings zwei richtig harte Brocken.
Im hinteren Paarkreuz wird das 12jährige Ausnahmetalent Hannes Hörmann seine Relegationspremiere feiern und dabei sicher gewohnt gut von Mannschaftsführer Uli Eckert eingestellt und geführt werden. Mal sehen, ob der erfahrene Haudegen und der aufstrebende Jungspund gegen den starken Linkshänder Allwicher und Ex-Zweitligaspieler Tretter punkten können.
Auch wenn man nominell als klarer Außenseiter in die Begegnung gehen wird, so gibt es für Uli Eckert „keinen Grund, uns zu verstecken, schließlich haben wir eine tolle Runde gespielt und gegen Altenkunstadt voll überzeugt, während Creussen sich mit Ach und Krach auf den Relegationsrang gerettet hat“. Wie Creussen mit der Favoritenbürde umgeht, bleibt spannend.
Am Ende wird sicher auch einiges davon abhängen, wie gut sich der TV-Express den Schock der schweren Seitz-Verletzung aus den Knochen spielen kann und ob es gelingt, diesen sportlich einigermaßen zu ersetzen. Dann könnte man am Ende schon sportlich alles klar machen und das I-Tüpfelchen auf eine äußerst erfolgreiche Saison setzen. Denn auf die Gerüchte verlassen will sich schließlich niemand im TV-Trikot.

