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Nur Hörmann und Frisch wehren sich erfolgreich

(mu) – Ohne seinen Topstar Jaka Golavsek musste die zweite Herrenmannschaft eine deutliche Niederlage gegen den Spitzenreiter hinnehmen: da der sympathische Slowene von TV-Manager Bernd Beringer für den verhinderten Dennis Dickhart kurzfristig in die erste Mannschaft beordert worden war, waren die Chancen gegen die ohnehin favorisierten mittelfränkischen Gäste von vornherein gering gewesen. So kam das 2:9 an eigenen Platten dann auch nicht ganz überraschend.

Für die positivsten Schlagzeilen des Abends sorgte einmal mehr Ausnahmetalent Hannes Hörmann: der seit wenigen Tagen erst 12 Jahre zählende Schüler lieferte sich beim Stand von 0:8 aus Sicht der Burgherren mit dem fünf Jahre älteren und zwei Köpfe größeren Julius Preu ein hoch dramatisches und äußerst ansehnliches Duell. Am Ende hatte der hoch veranlagte Hannes die Nase vorn und zeigte nach 8:9-Rückstand einmal mehr, dass er in den entscheidenden Situationen noch stärker spielen kann: 11:9 für den wohl erzogenen Bub, der seine neuen Mannschaftskollegen damit vor der 0:9-Höchststrafe bewahrte.

Ebenso eine ganz starke Leistung zeigte Routinier Rainer Frisch am Nebentisch gegen den früheren Hilpoltsteiner Philipp Berr: zunächst hatte die Interims-Nummer eins große Probleme mit den unberechenbaren Aufschlägen seines Kontrahenten, fand dann aber besser ins Spiel und sorgte mit dem 3:2 nicht nur für eine weitere Ergebnisverbesserung, sondern auch für eine mittelgroße Überraschung. Dass der sympathische Ex-Hilpoltsteiner Berr immer wieder für eine Überraschung gut ist, zeigte er, als er sich nach dem ersten Satz kurzfristig aus der Box verabschiedet hatte, um seiner Frisur mit einer Portion Haarspray den nötigen Halt zu verpassen.

Sonst hatten die Burgherren am Samstagabend nicht viel zu bestellen, am nächsten an einem weiteren Spielbeginn war noch Kapitän Uli Eckert gegen den sicheren Thorsten Rust beim knappen 1:3 und das Spitzendoppel Frisch/Christoph gegen Berr/Spille gewesen. Das Duo Eckert/Hörmann (gegen Lang/Preu), Tobias Mulack (gegen Kirner) und Florian Seitz (gegen Spille) konnten immerhin noch einen Satzgewinn für sich verbuchen, in die Nähe eines Sieges kamen sie aber realistisch betrachtet nicht.

Die Enttäuschung über die glatte Niederlage hielt sich aber hernach in Grenzen im TV-Lager, zu klar waren die Rollen mit dem Ausfall von Golavsek schon vor Spielbeginn verteilt gewesen. Doch selbst mit ihm hätte man sich gewaltig strecken müssen, um für einen Punktgewinn zu sorgen.

Nach den beiden Pleiten zum Rückrundenauftakt dürfte am kommenden Wochenende die Wende gelingen, wenn man wieder in Bestbesetzung antritt gegen Schlusslicht Regenstauf.