TV-Manager Uli Eckert hatte die Mannschaft mit viel Fingerspitzengefühl zusammengestellt und für die Bayerischen Ausnahmetalente Hannes Hörmann, Sebastian Hegenberger und Matthias Danzer neben Krcil mit David Palkovsky noch einen zweiten spielstarken Akteur mit Erfahrung verpflichtet, was selbstredend auch für den erfahrenen Polen Tomek Kabacinski gilt. So gaben die TV-Cracks ganze drei (!) Punkte ab in der Hinserie und belegen in der nach dem Rückzug von Stahl Blankenburg auf neun Teams geschrumpften Liga den zweiten Rang – und das mit satten vier Zählern Vorsprung auf Windsbach.
Nach den vier Monaten, in denen ein Highlight das nächste jagte, und einer mehrwöchigen Winterpause gilt es nun für die gewachsene Mannschaft, das bisher Erreichte zu bestätigen und alles daran zu tun, den zweiten Tabellenrang zu verteidigen. Los geht die Rückrunde am Samstagnachmittag um 17 Uhr, wenn man die Bayerischen Rivalen vom TSV Gräfelfing in der Stadthalle empfängt. Der frühere Erstligist gilt dabei als vermeintlich leichter Gegner, wenngleich es diese in der so spielstarken vierten Liga eigentlich gar nicht gibt. Die Münchener Vorstädter, letztjähriger Oberligameister und Mitaufsteiger neben den Burgherren, belegen nach einer ordentlichen Hinserie den drittletzten Rang mit gerade einmal einem Zähler Vorsprung auf Fürstenfeldbruck und Holzhausen. Das Hinspiel war mit 9:2 deutlich an den TV Hilpoltstein gegangen, in München hatten lediglich ein Doppel und Sebastian Hegenberger gegen Routinier Berthold Pils ihre Spiele abgeben müssen.
Die Gäste stellen – anders als die meisten Kontrahenten – gleich fünf deutsche Spieler, angeführt von Jonas Becker (6:12) und Maximilian Heeg (4:13) vorne. Die Mitte bilden der starken Florian Schwalm (11:3) und Routinier Pils (5:9), hinten treten die vermeintlich schlagbaren Christopher Triep (8:7) und Daniel Bursian (6:9) an.
Bester TV-Akteur in der Hinrunde war zweifelsfrei Frantisek Krcil (14:2), der zur absoluten Ligaspitze zählt. Das Prädikat „herausragend“ verdienten sich daneben allerdings fast alle TV-Akteur, wobei zwei Youngster den größten Sprung gemacht haben: Hannes Hörmann hat seiner schon außergewöhnlichen Entwicklung in den letzten Jahren eine weitere Spitze hinzugefügt und sich vorne mit tollen 9:6 Siegen auf Anhieb mehr als etabliert hat. Matthias Danzer, der Jüngste im Team, kommt hinten gar auf sensationelle 9:1 Erfolge und tauscht mit Kabacinski trotz dessen positivem Ergebnis (7:5) in der Mitte die Plätze, nun warten nochmal deutlich stärkere Gegner auf das Talent. Neben ihm wird weiterhin Sebastian Hegenberger (5:8) an den Start gehen, der sich nach schwierigem Start deutlich gesteigert und ebenfalls toll entwickelt hat. Als echter Glücksgriff hat sich Palkovsky entwickelt, der sich nach seiner Auftaktniederlage unglaublich stabil präsentiert hat (9:1) und sich nun mit Kabacinski um den Spitzenplatz im hinteren Paarkreuz messen dürfte.
Im TV-Lager dürfte nicht zuletzt der ehrgeizige Uli Eckert dafür sorgen, dass man nach der Rückserie nicht mehr nur von einem sensationellen Auftakt, sondern einer sensationellen Saison sprechen wird.
Vorbericht für das Spiel am Sonntag: SV Aufbau Altenburg – TV Hilpoltstein II
Nach dem zumindest auf dem Papier eher machbaren Heimauftakt gegen Gräfelfing am Samstagnachmittag wartet am Sonntag um 13 Uhr gleich eine richtig hohe Hürde auf die zweite Herrenmannschaft des TV Hilpoltstein: dann gastiert die Überraschungsmannschaft der diesjährigen Tischtennis-Regionalliga beim SV Aufbau Altenburg.
Dabei wartet beim weiten Auswärtsspiel gleich eine Handvoll spielstarker Cracks auf die Burgherren. Angeführt wird die Altenburg-Truppe vom bombenstarken Einser Antoni Witkowski (14:4 Siege), der zu den Topcracks der Liga zählt und dem TV-Frontmann im Hinspiel eine von nur zwei Saisonniederlagen beigebracht hatte. Nicht ganz so stark, aber äußerst gefährlich ist der Zweier Aleksandr Smirnov (7:10). Ganz stark ist zweifelsohne die Mitte mit Yhya Mosslly (12:4) und Pawel Kibala (10:6). Das hintere Paarkreuz mit den beiden Einheimischen Patrick Wohlfahrt (0:12) und Daniel Fehrle (1:12) fällt dagegen mindestens ergebnistechnisch doch deutlich ab.
Im Hinspiel waren die TV-Cracks nach einem ausgeglichenen Spiel und einem 5:5-Zwischenstand auf einmal mit 5:8 hinten gelegen und hatten sich erst dank des starken hinteren Paarkreuzes sowie eines prima aufgelegten Schlussdoppels noch zu einem 8:8 gemüht. Dies war gleichbedeutend mit dem einzigen Punktverlust neben der Niederlage gegen die Übermannschaft aus Jena gewesen.
Seitdem haben jedoch alle TV-Youngsters nochmal einen großen Sprung in ihrer Entwicklung genommen, sodass TV-Macher Uli Eckert optimistisch in das Duell geht. Null Punkte in der Mitte und nur ein Zähler vorne sollten diesmal auf jeden Fall übertroffen werden, hinten schließlich wähnt man sich ohnehin im Vorteil mit den beiden Routiniers Tomek Kabacinski und David Palkovsky. Den beiden Youngstern Sebastian Hegenberger und Matthias Danzer traut Eckert auf jeden Fall eine Überraschung in der Mitte zu, Hannes Hörmann ebenfalls einen Sieg nach seiner tollen Entwicklung in den letzten Monaten. Dass sich der Star der Mannschaft, Frantisek Krcil für seine Vorrundenpleite revanchieren will, steht außer Frage. Sollte der Auftakt gegen Gräfelfing am Samstag gelingen und das TV-Sextett schnell wieder die mannschaftliche Geschlossenheit der Hinserie erreichen, besteht also durchaus berechtigte Hoffnung, sich mit einem Sieg auf die Heimfahrt gen Mittelfranken zu machen.


