(mu) – Bei der zweiten Tischtennis-Mannschaft des TV
Hilpoltstein mussten am Samstagabend mal wieder alle Spiele ausgespielt werden,
um eine Entscheidung über Sieg oder Niederlage zu erreichen. Und wieder einmal
hatte sie am Ende knapp die Nase vorn, diesmal wurde der TSV Lauf mit 9:7
bezwungen.
In der Tat scheint der große Unterschied zur Abstiegssaison
aus der Bayernliga zu sein, dass man im Vorjahr unzählige Male mit 6:9 oder 7:9
den Kürzeren zog, während man in dieser Spielzeit am Ende meist die
entscheidenden Punkte für sich verbucht.
Garanten des knappen Erfolges waren auch diesmal wieder die
beiden Topspieler Petr Seibot und Manuel Hoffmann, die inzwischen auch im
Doppel prächtig harmonieren. Nach durchwachsenen Leistungen zu Saisonbeginn stellen
sich beide immer besser aufeinander ein und trugen wie schon in Neukirchen zwei
Doppelsiege zum knappen Gesamterfolg bei. Im einseitigen Schlussdoppel ließen
sie die stark eingeschätzten Grabe/Hoffmann nur im ersten Satz ein bisschen
mitspielen, danach ließen sie ihren konsternierten Gegnern keinen Stich mehr.
Zuvor in den Einzeln hatten beide wieder einmal alle vier
Duelle für sich entscheiden können. Petr Seibot ließ weder Linkshänder Grabe,
noch seinen Bruder Godek auch nur in die Nähe eines Erfolgs kommen.
Beeindruckend souverän spielte einmal mehr Manuel Hoffmann auf. Dass er dem mit
immensem Ballgefühl ausgestatteten Grabe derart deutlich bezwingen würde, war
ebenso aller Ehren Wert wie sein knapper Viersatzerfolg gegen den gut
aufgelegten Godek.
Überraschend war dann die Punkteverteilung im mittleren
Paarkreuz: Christian Haubner hatte diesmal nicht seinen besten Tag erwischt und
konnte gegen den starken Hoffmann sowie den unangenehm zu spielenden Gottschalk
keinen Satzgewinn verbuchen. Letztgenannter hatte zuvor schon Tobias Mulack zur
Verzweiflung getrieben mit seiner destruktiven Spielanlage, die er fehlerfrei
durchzog.
Gleichsam wichtig wie ziemlich überraschend war der glatte
3:0-Sieg von Tobias Mulack gegen Hoffmann im zweiten Einzeldurchgang. Dabei
ließ sich der fast fehlerfrei agierende TV-Kapitän zu keiner Zeit aus der Ruhe
bringen und fügte dem Laufer Halbdistanzspieler seine erst dritte
Saisonniederlage bei.
Eher eingeplant gewesen waren die beiden Erfolge im hinteren
Paarkreuz gegen den Gäste-Sechser Vogt. Gegen diesen brauchte der erst
13jährige Ferenc Toth einen Satz, um sein Visier einzustellen. In der Folge
ließ der junge Serbe seinem Gegner keinen Stich mehr und behielt glatt in vier
Sätzen die Oberhand. Gar nichts anbrennen ließ Teamoldie Uli Eckert gegen Vogt.
Der Schwabe im TV-Trikot setzte mit seinem 3:0-Sieg im letzten Spiel des Tages
den Schlusspunkt unter den knappen, aber verdienten 9:7-Erfolg und ließ sich
von seinen Teamkollegen feiern. Der Jubel im TV-Lager kannte dann auch keine
Grenzen, hatte man wieder einmal einen knappen Erfolg gelandet.
Nun hat die TV-Truppe noch zwei recht unterschiedliche
Aufgaben vor der Brust: am kommenden Samstag erwartet sie im letzten Hinrundenheimspiel
mit Jahn-Schweinau den Ex-Verein von Youngster Ferenc Toth, bevor sie im
letzten Duell der ersten Halbserie zum Spitzenspiel nach Tegernheim reist.
Ergebnisse: Hip II - TSV Lauf 9:7

