Vor einem Jahr war Borussia Düsseldorf in Hilpoltstein zu Gast gewesen. Damals hatte der Champions-League-Sieger und deutsche Rekordmeister rund 800 Zuschauer in die Halle gelockt und einen Rekord – wohl für die Ewigkeit – aufgestellt. An derlei Dimensionen kam die Begegnung am Montag zwar nicht heran, doch auch der Auftritt des Pokalsiegers des Jahres 2020 hatte das Zeug zum Klassiker. Schließlich bekommt man Stars wie den ehemaligen portugiesischen Mannschafts-Europameister Tiago Apolonia oder Ricardo Walther, der unlängst in Malmö Vize-Europamaster wurde, in Hilpoltstein nicht alle Tage serviert. Schade, dass der chinesische Defensivkünstler Wang Xi fehlte, der zwar fest eingeplant war, sich aber am Tag vor der Abfahrt „nicht gut gefühlt hatte“, wie sich Grünwettersbachs Sportlicher Leiter Markus Lackner ausdrückte. Doch unterschätzen, das machte Lackner klar, „werden wir die Hilpoltsteiner auf gar keinen Fall“.
Auf Seiten des Außenseiters fehlte Spitzenspieler Petr Fedotov, der an einer Angina laboriert. Da im DTTB-Pokal lediglich drei Einzelspieler eingesetzt werden, stellte sich die Hilpoltsteiner Mannschaft mit Alexander Flemming, Juan Perez und Matthias Danzer quasi von allein auf. Dass der Ausfall von Fedotov, der sich in Topform befindet, ein schmerzlicher Verlust ist, steht außer Frage. Dennoch war bei Robert Nachtrab Optimismus Trumpf: „Wir wollen mehr Sätze als gegen Düsseldorf gewinnen, also mindestens drei“, hoffte Hilpoltsteins Abteilungsleiter.


