Hilpoltstein (bb) – „Das ist mein Turnier!“ Alexander Flemming, Hilpoltsteiner Spitzenspieler bekommt strahlende Augen, wenn er vom TOP 48 spricht, dem wichtigsten Ranglistenturnier im deutschen Tischtennissport. Heute und morgen kann er wieder strahlen, denn in Chemnitz könnte der „Sachsen-Paule“ zum wiederholten Mal aufs berühmte Treppchen klettern.
Der sächsische „Hero“– er trägt seit sieben Jahren das Trikot des TV Hilpoltstein – gilt als einer der Favoriten, sein Konterfei ziert sogar das Ankündigungsplakat des durchführenden Vereins BSC Rapid Chemnitz. Doch wenn man auf der Siegertreppe weit oben stehen will, wird viel Schweiß fließen müssen in der Richard-Hartmann- Sporthalle – die Konkurrenz ist bärenstark, die Kondition muss es auch sein, denn bis ins Endspiel hat man mindestens neun Spiele zu bestreiten, fünf davon auf vier Gewinnsätze.
Es fehlen zwar die internationalen Top-Stars um Europameister Dimitrij Ovtcharov und Timo Boll, aber mit Nationalspieler Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt, 1. Liga) und den Liga-Konkurrenten Hermann Mühlbach (TTC indeland Jülich), dem wiedererstarkten Florian Schreiner (TuS Fürstenfeldbruck), dem Saarbrückener Jugend-Nationalspieler Dennis Klein sowie seinem Vorgänger Qiu Dang (TTC-Ober-Erlenbach) oder dem Dortmunder Björn Helbing und dem Ober-Erlenbacher Jens Schabacker stehen Publikums-Liebling Flemming hohe Hürden im Weg.
Schwere Kaliber kommen auch aus dem eigenen Lager: Paarkreuz-Kollege Nico Christ kann an guten Tagen gegen jeden Gegner gewinnen, und auch Dennis Dickhardt hat bei diesem Turnier schon für große Überraschungen gesorgt. Der TV Hilpoltstein stellt damit erneut den teilnahmestärksten Verein. Würde Alexander Flemming gewinnen, wäre es sein zweiter Turniersieg nach 2012, als er in einem begeisternden Finale Ricardo Walther besiegte, der gerade erst mit der deutschen Tischtennis-Nationalmannschaft im Team-Wettbewerb der Europameisterschaften den 2. Platz belegte.
Am Liveticker kann man Samstag und Sonntag ab 9 Uhr das Turnier verfolgen.

