Köln tritt mit dem deutschen Shootingstar Andre Bertelsmeier sowie Tobias Hippler im vorderen Paarkreuz an, gefolgt von dem Belgier Florian Cnudde, dem deutschen Nachwuchsspieler Lleyton Ullmann sowie dem erfahrenen Gianluca Walther – einer Mannschaft, die sowohl Erfahrung als auch jugendliche Dynamik vereint und seit Langem für ihre hohe Spielqualität bekannt ist. Auch wenn die Rheinstädter ursprünglich mit einem Sprung ins Oberhaus geliebäugelt hatten, belegen sie derzeit mit 12:10 Punkten als Tabellenfünfter einen Platz im gesicherten Mittelfeld. Womöglich wäre sogar etwas mehr für die Männer aus der Karnevalshochburg drin gewesen, doch nach der Entscheidung gegen einen möglichen Aufstieg in die TTBL aus finanziellen Gründen und der Bekanntmachung, dass mit Bertelsmeier und Hippler die beiden Top-Spieler dem Verein nach der Saison den Rücken kehren werden, hat das Team etwas an Konzentration verloren und musste ein paar überraschende Punkte, unter anderem gegen das Tabellenschlusslicht Hohenstein, abgeben.
Das Hinspiel im Oktober 2024 endete nach einer packenden Begegnung mit einem 5:5-Unentschieden. Entscheidend für das Remis waren die knappen Spiele, bei denen lediglich TV-Kapitän Alex Flemming ein Fünfsatzmatch gegen Tobias Hippler gewinnen konnte. Die anderen drei Fünfsatzmatches von Danzer, Flemming und Perez gingen allesamt an die Geißböcke, sodass sich die Mittelfranken am Ende mit einem Punkt begnügen mussten. Doch mit kämpferischer Mentalität will die Mannschaft nun vor heimischem Publikum auftreten und mit einem Erfolg in die Rückrunde starten. „Die Einzelerfolge unserer Spieler in den vergangenen Wochen werden uns sicherlich Selbstvertrauen geben, sodass wir auch gegen Köln bestehen können“, so TV-Kapitän Flemming. So gewann jüngst Petr Fedotov die Meisterschaften von St. Petersburg, Juan Perez trug maßgeblich zur erfolgreichen Qualifikation der spanischen Nationalmannschaft für die anstehenden Europameisterschaften bei und Matthias Danzer sicherte sich in beeindruckender Manier den Titel des Bayerischen Meisters im Herren-Einzel und, an der Seite von Tom Schweiger, auch im Doppel. Zu guter Letzt tankte auch Alex Flemming gehörig Selbstvertrauen, als er beim Ping Pong-Turnier in Macau mit drei Titeln und einem bemerkenswerten Preisgeld im Gepäck die Heimreise antrat.
So setzt Hilpoltstein gegen den „Effzeh“ auf seine eingespielte Formation: Mit Petr Fedotov, Juan Perez, Alexander Flemming und Matthias Danzer wird der TV an die Tische gehen, wo die Mannschaft in der Hinrunde einige Glanzleistungen zeigte. Vor allem Fedotov hat sich in den vergangenen Wochen als verlässliche Stütze erwiesen und wird gegen das starke vordere Paarkreuz der Kölner besonders gefordert sein. Hilpoltsteins Rückrundenzugang, der Taiwanese Yan Jun Li, steht an diesem Wochenende noch nicht zur Verfügung. „Wir erwarten ihn zum Auswärtsspiel in Saarbrücken in zwei Wochen“, freut sich TV-Abteilungsleiter Uli Eckert über den neuen Spitzenspieler aus Asien, der Hilpoltsteins Möglichkeiten nochmals erweitert.
Für die Fans verspricht das erste Rückrundenspiel jedenfalls Hochspannung. Mit einem Heimsieg könnte Hilpoltstein wichtige Punkte im Kampf um die oberen Tabellenplätze sammeln, während Köln sich mit einem Erfolg im dichten Mittelfeld etablieren möchte. Die Zuschauer können sich also auf hochklassiges Tischtennis freuen – und wer es nicht in die Halle schafft, kann das Spiel über den Liveticker mitverfolgen. Die Frage bleibt: Werden die Kölner Jecken nach Abpfiff noch in Feierlaune sein, oder wird Hilpoltstein ihnen das Lachen im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Gesicht schmettern


