TT-Landesliga Nord-Ost: Spielbericht SV Neukirchen - TV Hilpoltstein II 2:9
(mu) – Die zweite Tischtennismannschaft des TV Hilpoltstein hat eine ganz schwere Hürde im Saisonendspurt mit Bravour genommen: beim SV Neukirchen b. Hl. Blut siegte sie in der Herren-Landesliga ganz glatt mit 9:2 und ist drei Spieltage vor Saisonende ganz dick im Aufstiegsrennen mit dabei. Die übermächtig erscheinende zweite Mannschaft des TV Erlangen ist nicht mehr einzuholen, aber im Kampf um den zweiten, zur Teilnahme an der Relegation berechtigenden Platz, hat sie momentan die Nase vorn.
Das weite Auswärtsspiel gegen die extrem heimstarken Oberpfälzer vom SV Neukirchen hatte TV-Kapitän Tobias Mulack zuvor als „Schlüsselspiel“ deklariert, das signifikante Wirkung für den weiteren Saisonverlauf haben dürfte. Dass man in diesem nach zuvor drei hauchdünnen 9:7-Erfolgen gegen denselben Gegner gleich haushoch mit 9:2 triumphieren würde, hatte er wohl ebenso wenig für möglich gehalten wie die Konkurrenz.
Allerdings darf man bei der Analyse auch nicht vergessen, dass die sympathischen Gastgeber stark ersatzgeschwächt in die Begegnung gegangen waren und mit Cech und Schindlatz auf zwei spielstarke Stammspieler verzichten mussten. Da zudem auch die zweite Neukirchener Mannschaft zeitgleich im Einsatz war musste man auf drei Akteure aus der dritten Mannschaft zugreifen. Und diese hatten bei allem Respekt vor deren Einsatzfreude kein Landesligaformat.
Dementsprechend glatt verliefen auch die Begegnungen von Ferenc Toth, Tarik Mahroum und Tobias Mulack. Letzterer gestattete seinem Gegenüber Daiminger in drei Sätzen ganze acht Punkte, nur unwesentlich schwerer hatten es FerencToth gegen den jungen Träger und Tarik Mahroum gegen dessen Vater.
Nichtsdestotrotz stellten die ersten drei Neukirchener die erwartet harten Nüsse dar. Marcel Kutzner hatte es mit dem erfahrenen und inzwischen auf Noppen umgestiegenen Schamberger zu tun. Diesem war er in der Hinserie noch unterlegen. Doch mit einem weiteren überzeugenden Viersatzsieg revanchierte sich der junge Linkshänder nicht nur für die Hinrunde, sondern bestätigte auch noch eindrucksvoll seinen tollen Entwicklungsprozess der letzten Monate.
Die stärksten Gegner hatte naturgemäß das vordere Paarkreuz mit Manuel Hoffmann und Rainer Frisch. Letzterer zeigte im Duell zweier Tischtennisathleten gegen Roubicek eine prima kämpferische Vorstellung und führte nach 5:8-Rückstand auf einmal 10:8 im fünften Satz. Leider reichte es dennoch nicht, und sein niemals aufsteckender tschechischer Kontrahent siegte noch 13:11.
Nur marginal besser machte es dann Manuel Hoffmann im zweiten Einzeldurchgang: im Spitzenspiel des Tages führte Roubicek zunächst schnell mit 2:0 Sätzen, wobei sich beide Kontrahenten gleich reihenweise Traumbälle um die Ohren schossen. Hoffmann kämpfte sich Punkt für Punkt ins Spiel, im häufiger fanden auch seine gefürchteten Rückhandbälle ihr Ziel, und am Ende siegte der Hilpoltsteiner nach Abwehr von Matchbällen haarscharf mit 14:12 im letzten Satz.
Im ersten Einzel gegen Masek hatte Hoffmann kaum Mühe gehabt bei seinem sicheren 3:0-Erfolg. Etwas mehr Mühe mit dem spielstarken Tschechen hatte Blockspezialist Rainer Frisch. Nachdem er seinen Kontrahenten einen Satz lang „analysiert“ hatte, sicherte er sich den zweiten Satz in der Verlängerung und war nun endgültig im Spiel. Die Freude im TV-Lager war denn auch riesig, als der Teamroutinier mit seinem 3:1-Sieg wieder einmal seine Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt und damit auch noch den 9:2-Schlusspunkt gesetzt hatte.
Nach einer Woche Pause steht die Reise zum Tabellenletzten Burglengenfeld an, ehe am letzten Märzwochenende der entscheidende letzte Spieltag vor der Tür steht mit einem Doppelstart gegen die normalerweise schlagbaren Spartaner sowie die kaum zu bezwingenden Erlanger. Mit etwas Glück und den entsprechenden Ergebnissen der Konkurrenz könnte Hilpoltstein tatsächlich den Relegationsplatz erreichen, momentan ist man nach Minuspunkt die zweitbeste Mannschaft.

