Wie gut die Chancen der Burgstädter nach dem starken Start mit zwei Siegen aus drei Begegnungen gegen die beiden Kontrahenten aussehen, ist insbesondere beim erstmaligen Aufeinandertreffen mit Altenburg einigermaßen schwierig vorauszusagen. Doch insbesondere vorne scheinen die Gäste über zwei ganz große Fische zu verfügen, die dem besten TV-Crack Frantisek Krcil und dem besten Talent Hannes Hörmann alles abverlangen dürften: sowohl Antoni Witkowski als auch Aleksandr Smirnov zählen laut TTR-Punkten zu den stärksten Akteuren der Liga. Hier warten also richtige Tischtennis-Leckerbissen auf die hoffentlich zahlreichen TV-Supporter. Und auch in der Mitte scheinen die Gäste mit Yhya Mossly und Pawel Kibala nicht wesentlich schwächer aufgestellt zu sein – auch hier warten Riesen-Herausforderungen auf den nach seinem ersten Sieg im Aufwind befindlichen Youngster Sebastian Hegenberg sowie Teamoldie Tomek Kabaczinski. Einzig hinten scheint man verwundbar zu sein, hier fallen die beiden einzigen Einheimischen Patrick Wohlfart und Daniel Fehrle punktemäßig doch ein bisschen ab. Wenn David Palkovsky und Nesthäkchen Matthias Danzer ihr volles Leistungsvermögen abrufen, sollten hier einige TV-Zähler eingefahren werden.
Nach einer überschaubar langen Nacht geht es dann am Sonntagmorgen weiter nach München, wo man um 13 Uhr beim letztjährigen Meister TSV Gräfelfing gastiert. Der sonntägliche Gastgeber musste bei seinem souveränen Aufstieg im Vorjahr ausgerechnet gegen die damals sogar ersatzgeschwächten Burgherren die einzigen Punkte lassen und war ansonsten souverän durch die Liga marschiert. Das Abenteuer Regionalliga geht man nun in nahezu unveränderter Aufstellung an: Jonas Becker und Maximilian Heeg sind gewiss keine Schlechten und an guten Tagen imstande, nahezu alle Cracks zu bezwingen. Doch will der TV-Express die Punkte mit auf den Heimweg nehmen, wähnt man sich hier mit Krcil/Hörmann doch ein bisschen im Vorteil. Florian Schwalm und Routinier Bertold Pilsl sind zwei Gute in der Mitte, ganz sicher gilt dies hier auch für Hegenberger/Kabaczinski – es warten wohl ausgeglichene Duelle. Christopher Triep und Daniel Bursian sollten hinten schon schlagbar sein für Palkovsky/Danzer.
Wie so häufig dürfte in beiden Duellen vieles von den Eingangsdoppeln abhängen, in denen man sich ähnlich stark wie zuletzt präsentieren möchte. Dann sollte zumindest die gleiche Ausbeute wie beim letzten Doppelspieltag – zwei von vier möglichen Zählern – in Reichweite liegen. Gelingt am Ende sogar mehr, dürfte man statt von einem guten getrost von einem sehr guten Start sprechen.


