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Erfolgreicher Rückrundenstart für die Zweite

TT-Landesliga Nord-Ost: Spielbericht SV Weiherhof – TV Hilpoltstsein II    5:9

(mu) – Die zweite Tischtennismannschaft ist mit einem 9:5-Sieg bei Schlusslicht SV Weiherhof erfolgreich in die Rückrunde der Herren-Landesliga gestartet. Dadurch gelang die angestrebte Revanche für den überraschenden Punktverlust aus dem Hinspiel. Der Zähler aus dem 8:8-Unentschieden der Vorrunden ist bis dato der einzige Zähler auf dem Weiherhofer Konto.

Und auch am Samstagabend wäre es um ein Haar erneut eng geworden:  nach einer schnellen 6:1-Führung für Hilpoltstein verkürzten die kampfstarken Gastgeber zunächst auf 3:6, bevor Hilpoltstein wieder auf 8:3 davon zog. Und wieder siegte Weiherhof zweimal in Folge und hatte im bereits Matchball zum 6:8. Doch der eingangs noch etwas enttäuschende Youngster Ferenc Toth belegte erneut, dass er im Vergleich zur Vorsaison einen Riesenschritt in die richtige Richtung gemacht hat: wenn er vor Jahresfrist in den entscheidenden Situationen noch zu viel mit sich selbst beschäftigt war, da schafft er es jetzt vorzüglich, sich in ein Spiel reinzubeißen. So auch gegen den wie entfesselt aufspielenden Czichos, der bereits mit 2:1 Sätzen führte und im vierten Satz zwei Matchbälle hatte. Der erst 14jährige Schüler, der zu den größten Nachwuchshoffnungen im Bayerischen Tischtennis zählt, kämpfte wie ein Löwe und rannte, als ginge es um sein Leben. Und er wurde für seinen tollen Einsatz belohnt, als er zunächst den vierten und schließlich auch noch den Entscheidungssatz (erneut nach hohem Rückstand) für sich entscheiden konnte. Eine tolle Leistung des impulsiven Serben mit dem großen Kämpferherz.

Im Eingangsdoppel hatte Toth noch knapp mit dem ein Jahr jüngeren Marcel Kutzner verloren, nachdem die beiden Nachwuchscracks auch hier mit tollem Kampf mehrere Matchbälle ihrer Gegner erfolgreich abgewehrt hatten. Dafür schafften aber Manuel Hoffmann und Tobias Mulack mit einem nie gefährdeten 3:0-Erfolg über das Spitzenduo Meisenberg/Veitinger die Überrraschung und sorgten zusammen mit dem gewohnt souveränen 3:0-Sieg von Frisch/Mahroum nach langer Zeit endlich mal wieder für eine Führung nach den Doppeln.

Herausragend in den Einzeln agierte das Spitzenpaarkreuz mit Manuel Hoffmann und Rainer Frisch – vier Einzelsiege und 12:1 Sätze sprechen eine deutliche Sprache, obwohl die Gegner Böhm/Meisenberg gewiss keine schlechten waren. Mehr Licht als Schatten zeigte das ungleiche Duo aus dem Materialexperten Tarik Mahroum und Angreifer Marcel Kutzner bei ihren zwei Erfolgen in vier Einzeln: zunächst zeigte ein immens kampfstarker Mahroum bei seinem 3:2-Sieg nach 1:2-Satzrückstand über den guten Veitinger, warum er so wichtig ist für den TV-Express. Mit dem gleichen Ergebnis siegte der jüngste Spieler der Liga, Kutzner gegen Stüwe. Phasenweise wackelte der häufig geniale Linkshänder ein bisschen, phasenweise sorgten seine Paradeschläge selbst für Begeisterung bei den Gastgebern. Im zweiten Einzeldurchgang lief es denn nicht mehr ganz so gut für die TV-Mitte, als sie zwei relativ glatte Niederlagen erlitt.

Überraschend gleich beide Einzel gingen im hinteren Paarkreuz verloren: Ferenc Toth kam gegen den cleveren Routinier Besinger und dessen kurze Noppen nie so richtig ins Spiel und unterlag in fünf hart umkämpften Sätzen. Gleiches war am Nebentisch TV-Kapitän Tobias Mulack widerfahren: dem Vorhandspezialisten war anzusehen, dass er wieder ins Training eingestiegen ist, doch die Mischung aus Eigenfehlern und einem wie entfesselt aufspielenden Czichos führte am Ende zum knappen 3:2-Erfolg des sympathischen Weiherhofers. Doch der Ärger beim TV-Kapitän war spätestens dann verflogen, als sein Paarkreuzkollege Ferenc Toth den gleichen Gegner nieder gerungen hatte und der 9:5-Erfolg für Hilpoltstein fest stand. Weiter geht es in einer Woche, am Samstagabend empfängt man den TSV Lauf zum fälligen Heimspiel.