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Endstation Nordhalben: Zweite Mannschaft unterliegt glatt in der Relegation

TT-Relegation zur Bayernliga: FC Nordhalben – TV Hilpoltstein II 9:3

(mu) – Die zweite Tischtennismannschaft hat ihr selbst gestecktes Ziel, sich für die zweite Relegationsrunde zur Herren-Bayernliga zu qualifizieren, deutlich verpasst: beim FC Nordhalben kassierte sie im Duell der beiden Landesligazweiten eine deftige 3:9-Niederlage. Somit kann der TV Hilpoltstein nicht mehr aus eigener Kraft den erhofften Aufstieg in die höhere Spielklasse schaffen, sondern muss nun darauf hoffen, dass man aufgrund einer möglicherweise günstigen Konstellation in der Bayernliga trotzdem in dieser starten darf.

 

Eine Entscheidung darüber dürfte wohl erst im Juni fallen, nichtsdestotrotz gibt es momentan einige Indizien, die dafür sprechen, dass alle Relegationsteilnehmer in der Bayernliga starten dürfen.

 

Dass man nun noch eine ganze Zeitlang warten muss, bis man über die künftige Ligenzugehörigkeit Bescheid weiß, dafür war eine deutliche und auch verdiente Niederlage beim routinierten und bis in die Haarspitzen motivierten FC Nordhalben verantwortlich. So sensationell stark man die ganze Saison über gespielt hatte, so kollektiv versagte die Truppe um Mannschaftsführer Tobias Mulack gegen die unangenehme Oldie-Truppe aus Nordhalben.


Dass die weite Auswärtsreise nach Nordhalben eine ganz schwere Aufgabe werden würde, davon waren alle Beteiligten ausgegangen. Dass man allerdings trotz großem kämpferischen Einsatz eine derartige Klatsche kassieren würde, damit hatte dann doch keiner gerechnet. Aber letztlich machte Nordhalben am Samstagabend die Big Points, was sich schon zu Beginn des Spiels abzeichnete:


In den Eingangsdoppeln zeigten zwar die beiden Manuels Hoffmann und Kupfer eine abermals tolle Vorstellung, gekrönt von einem Klasseerfolg im fünften Satz über Haumer/Eberhardt. Doch die beiden anderen Doppel sollten den Kürzeren ziehen. Rainer Frisch und Tarik Mahroum mühten sich nach Kräften, zogen aber im fünften Satz den Kürzeren gegen Kürschner/Ackermann.


Das Dreierdoppel bildeten diesmal Marcel Kutzner und Tobias Mulack. Und auch das dritte Hilpoltsteiner Duo spielte diesmal richtig gut, verlor aber gegen das routinierte Abwehrdoppel Fuhrmann/Tomaschko knapp in fünf Sätzen.

Rainer Frisch zeigte im ersten Einzel des Tages gemeinsam mit seinem Defensivgegner Kürschner ein überragendes Match, das alleine 45 Minuten dauerte. Frisch spielte taktisch versiert, mit Finesse und Dynamik, eigentlich genau so, wie man gegen einen Abwehrmann agieren muss – doch im fünften Satz machte wieder Nordhalben den Sack zu.


Gleiches galt auch noch für das letzte Match des Tages, in dem sich Materialcrack Tarik Mahroum und der langjährige Zweitligaspieler Eberhardt gegenüber standen. Überraschend gewann der sympathische Hilpoltsteiner Allrounder die ersten beiden Sätze gegen einen starken Gegner, der sich jedoch in der Folge immer weiter steigerte, bis er nahezu fehlerfrei agierte und noch in fünf Durchgängen zum frenetisch bejubelten 9:3 für die Gastgeber vollendete.


Etwas überraschend hatte Mahroum zuvor sein Eingangseinzel gegen den alten Fuchs Fuhrmann glatt in vier Sätzen verloren geben müssen. Noch glatter lief es gar beim in der Rückrunde bis dato nur einmal bezwungenen Marcel Kutzner. Im Duell gegen den gut viermal so alten Eberhardt stieß das Ausnahmetalent noch an seine Grenzen und musste sich mit der Erkenntnis begnügen, dass es wohl nicht mehr lange dauert, bis er seinen fehlerfreien Gegner „auf der Schaufel hat“, nur diesmal fehlte eben noch ein Stück.


Ein wesentlich kleineres Stück fehlte beim zweiten Youngster, Manuel Kupfer. Er begann ganz stark gegen den mit immens viel Schnitt verteidigenden Tomaschko. Doch nach eineinhalb Sätzen konnte sich der talentierte Rückhandkünstler nicht mehr so in Szene setzen und seine harten Bälle nicht mehr so häufig versenken. So unterlag er trotz unübersehbarer Verbesserung in Sachen Körpersprache und taktischem Verhalten in vier Sätzen.


Mit dem gleichen Resultat unterlag auch Rainer Frisch in seinem zweiten Match, als er gegen Haumer große Probleme mit dessen Aufschlägen hatte und so kaum ins Spiel fand.


Besser hatte es Frontmann Manuel Hoffmann zuvor gegen den selben Gegner gemacht. Nach leichten Anlaufschwierigkeiten siegte der Rückhandspezialist noch sicher in vier Durchgängen. Noch besser lief es bei Kapitän Tobias Mulack. Gegen den bemühten Ackermann machte er kaum einen Fehler und siegte nach prima Vorstellung zum zwischenzeitlichen 3:6-Anschluss.


Die Stimmung im TV-Lager war nach der deutlichen Abfuhr natürlich sehr getrübt, konsterniert musste man seinen erfahrenen Gegnern zum verdienten Erfolg gratulieren. Doch Teamoldie Rainer Frisch begann noch in der Umkleidekabine, seine enttäuschten Mannschaftskollegen wieder aufzubauen. Frisch erinnerte seine jungen Kollegen daran, dass sie „eine sensationelle Runde gespielt haben, auf die alle stolz sein können.“ Hilpoltsteins „Mister Tischtennis“ sprach damit nicht nur seinem Mannschaftsführer Tobias Mulack aus der Seele.


Die Hoffnung im TV-Lager lebt trotz der schmerzlichen Niederlage weiter, vielleicht kann man ja trotzdem noch in der Bayernliga an den Start gehen – die nächsten Wochen werden es zeigen.

 

Ergebnisse:

http://bttv.click-tt.de/cgi-bin/WebObjects/ClickBTTV.woa/wa/groupMeetingReport?meeting=5402412&championship=V000+2011%2F12&group=171486