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Endlich ein Sieg gegen die Legenden von der Post?

(bb) – „Die besten und spannendsten Spiel in den letzten Jahren waren die gegen den Post SV Mühlhausen“. Bernd Beringer, Abteilungsleiter des Tischtennis-Zweitligisten TV Hilpoltstein, gerät geradezu ins Schwärmen, wenn er von den beiden tollen Begegnungen gerade in der letzten Saison spricht, die das Star-Ensemble aus der Nähe von Erfurt als Tabellenzweiter abschloss und trotzdem auf den Aufstieg in die 1. Liga verzichtete. Am kommenden Sonntag um 14 Uhr sind Orlowski und Co erneut zu Gast in der Hilpoltsteiner Stadthalle, erneut ist also Spannung pur angesagt. 

Zweimal 9:7 verloren – das waren die beiden deprimierenden Ergebnisse aus Hilpoltsteiner Sicht. Diesmal will das hochmotivierte Team aus der Burgstadt den Spieß umdrehen. Das kann aber nur gelingen, wenn alle sechs Teammitglieder auf die Sekunde fit sind. Ausfälle wie gegen Saarbrücken darf man sich dabei nicht leisten, sonst wird’s nichts mit dem ersten Sieg gegen die starken Gäste, die mit 6:4-Punkten derzeit zwei Plätze vor dem TV Hilpoltstein (4:6) stehen.

In der Einzelstatistik haben die Postsportler, die allerdings schon gegen den Top-Favoriten TTC Frickenhausen gespielt haben (1:9), gegenüber ihren Hilpoltsteiner Gegnern keinen Vorteil. 26 Siege bei 20 Niederlagen sind ebenso gut wie das bisherige Hilpoltsteiner Abschneiden von 29:23. In den Doppeln sieht’s anders aus: hier haben die Gäste (9:7) bisher eine positive Bilanz, während die Heimmannschaft bei nur 6:10 Siegen noch nach der Idealformation sucht.

Bester Einzelspieler ist bis dato der überragende Hilpoltsteiner Alexander Flemming (8:2  Siege), der aber noch nicht weiß, wie sich seine Schulterverletzung, die er sich beim jüngsten Erfolg in Grenzau zugezogen hat, auswirkt. Notfalls will er mit einer schmerzstillenden Spritze gegen den Deutsch-Chinesen Tang Bing (7:3) und den Tschechen Petr David (4:4) antreten. Mit einer Leistung wie gegen Grünwettersbach kann auch Hilpoltseins Nr. 1, Jakub Kleprlik (5:5), durchaus für Punkte sorgen.

Das sollten auch Andras Podpinka (5:4) und Tomas Demek (4:5) gegen die leidenschaftlichen Kämpfer Thomas Theissmann (3:5) und Björn Ungruhe (4:0) in der Mitte schaffen, während im hinteren Paarkreuz die beiden Tischtennis-Legenden Milan Orlowski (3:4) und Jindrich Pansky (4:3), zusammen schon mal Weltmeister im Doppel, gegen die wiedererstarkte Hilpoltsteiner „Legende“ Felix Bindhammer (5:2) noch lange nicht gewonnen haben. Wer für den noch verletzten Kapitän Alexander Möst an die Tische geht, entscheidet sich erst kurz vor dem Spiel.

Am Samstag bereits muss der Post SV Mühlhausen beim derzeitigen Tabellenzweiten FC Tegernheim antreten, bevor es dann am Sonntag zum Showdown in der sicher wieder mal proppenvollen Hilpoltsteiner Stadthalle kommt, wo die zwei wohl besten Fan-Gruppen der Liga aufeinandertreffen. Man darf gespannt sein, was die Hilpoltsteiner den postgelben Schals der Thüringer entgegenzusetzen haben.