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Eine 7:9-Niederlage gegen Tiefenlauter, die richtig schmerzt

Hilpoltstein (mu) – Die zweite Tischtennis-Mannschaft des TV Hilpoltstein hat am Samstagnachmittag denkbar knapp mit 7:9 beim TTC Tiefenlauter verloren und eine weitere Chance verstreichen lassen, Boden im Abstiegskampf gut zu machen. Nachdem Nordhalben – ein direkter Konkurrent der Burgstädter – weiterhin fast nach Belieben zu punkten scheint, wird die Luft immer dünner.

Der Start war zunächst gut gelungen, denn Manuel Hoffmann und Christian Maag (gegen Bosina/Eichner) sowie Florian Seitz und Uli Eckert (gegen Forkel/Müller) konnten ihre Auftaktpartien für sich entscheiden. Doch bereits zu Spielbeginn erwies man sich – wie so häufig in dieser Spielzeit – als ein Meister im Auslassen der besten Chancen, höher in Führung zu gehen: Péter Petrovics und Tobias Mulack brachten nach gewonnenem ersten Durchgang eine 10:8-Führung gegen Molenda/Forkel nicht über die Ziellinie.

Und auch die ersten beiden Einzel sollten so gar nicht nach dem Geschmack der TV-Truppe laufen: Manuel Hoffmann spielte dabei stark und unbekümmert auf wie lange nicht mehr, hatte Molenda – einen der besten fünf Akteure der Liga – bis zum Stande von 2:0 und 6:6 vollends im Griff, doch auf einmal war der Pole im TTC-Trikot zu sicher und der TV-Youngster schien ein bisschen Angst vor dem Gewinnen zu bekommen. Und auch Péter Petrovics prügelte seinen gewohnt unfairen tschechischen Kontrahenten Bosina eineinhalb Sätze lang durch die Box, doch auf einmal riss der Faden beim sympathischen Ungarn. So stand es statt eines möglichen 4:1- oder gar 5:0-Vorsprungs für die Gäste 3:2 für Tiefenlauter, das diese Führung in der Folge nicht mehr abgeben sollte.

Florian Seitz schaffte zwar das Kunststück, gegen den routinierten Forkel unzählige Matchbälle abzuwehren und nach einer ganz starken kämpferischen und auch spielerischen Vorstellung noch in fünf Sätzen zu triumphieren, doch am Nebentisch unterlag der zuletzt so prima aufgelegte Youngster Christian Maag überraschend gegen Eichner. Und auch im hinteren Paarkreuz folgte eine Punkteteilung: TV-Kapitän Tobias Mulack schien einen Satz zu benötigen um gegen den 18jährigen Kai Müller sein Visier richtig einzustellen. Ab Durchgang zwei spielte er annähernd fehlerfrei und ließ dem TTC-Eigengewächs überhaupt keinen Stich mehr.

Uli Eckert konnte abermals kämpferisch überzeugen und setzte gegen den hoch veranlagten Patrick Forkel einige Nadelstiche – zu mehr als einem Satzgewinn sollte es freilich nicht reichen. So stand es 5:4 für die Oberfranken, und die Serie der Punkteteilungen in allen Paarkreuzen sollte auch im zweiten Durchgang weiter gehen. Péter Petrovics hatte dem wie entfesselt aufspielenden Molenda, den er im Hinspiel noch bezwingen konnte, überhaupt keinen Auftrag, während Manuel Hoffmann sich mit den Mätzchen des streitbaren Bosina herumstreiten musste. Bemerkenswert cool nahm der 16jährige Schüler die endlosen Diskussionen über die bewusste falschen Aufschläge des Tiefenlauterer Gegners, ließ sich auch von einem 0:2-Satzrückstand nicht aus dem Konzept bringen und schickte sein mehr und mehr überfordertes Gegenüber mit cleverem Spiel durch die Box.

Christian Maag revanchierte sich mit einer feinen Vorstellung gegen den guten Forkel für seine Auftaktniederlage im ersten Einzel, während auch Florian Seitz überraschend gegen Eichner verlor. Bitter für den TV-Aufschlagkünstler, dass seine abermals sehr ansprechende Vorstellung mit einem 9:11 im fünften Satz endete. Und auch beim Stand von 7:6 für die Gastgeber sollten die nervenden Aufschlagdiskussionen nicht enden: Bosina, bei dessen vorherigem Duell Tobias Mulack als Schiedsrichter fungiert hatte, ließ es sich nicht nehmen, in der Folge das Schiedsrichteramt beim Duell des TV-Kapitäns gegen den jungen Forkel zu übernehmen und – als Retourkutsche – dessen Aufschläge zu monieren. Nachdem er von einem Kollegen abgelöst wurde, konnte man auch wieder zum Sportlichen übergehen: in einem sehr kurzweiligen Duell mit vielen sehenswerten Ballwechseln siegte der TTC-Akteur letztlich verdient in fünf Sätzen.

 

Da Manuel Hoffmann und Christian Maag im Schlussdoppel überhaupt keinen Auftrag hatten gegen Molenda/Forkel, stand der TTC-Sieg bereits fest. Immerhin konnte sich Uli Eckert mit seinem Erfolg gegen Müller im letzten Duell des Tages noch ein bisschen Selbstbewusstsein holen, als er nach konzentrierter Vorstellung in vier Durchgängen triumphierte: Endergebnis 9:7 für Tiefenlauter.

 

 

 

Die Enttäuschung im TV-Lager war natürlich riesengroß, denn wieder einmal hatte man eine erstklassige Chance ausgelassen das eigene Punktekonto aufzubessern. Die weiteren Möglichkeiten zu punkten werden schließlich immer seltener. Nun muss man die beiden anstehenden Duelle mit Windsbach und Regenstauf unbedingt gewinnen, um nicht völlig den Anschluss zu verlieren.

 

 

 

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