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Durchwachsener Heimauftakt für die Zweite

(mu) – Die zweite Herrenmannschaft des TV Hilpoltstein hat am Samstag einen durchwachsenen Heimauftakt in der Tischtennis-Landesliga hingelegt: nach dem glatten 9:4-Sieg in Eschenau musste sie sich beim Doppel-Heimspiel zunächst den spielstarken Gästen aus Kümmersbruck mit 5:9 geschlagen geben, ehe sie sich in einem hochdramatischen Abendspiel 8:8 von den Erlanger Gästen trennte.

Für Paul Link war wieder Tobias Mulack ins Team gerückt, alle anderen Positionen blieben unverändert. Schon in den Doppeln geriet man gegen Kümmersbruck allerdings in Rückstand: Jaka Golavsek und Rainer Frisch siegten in vier Durchgängen, während Christoph/Mulack und Seitz/Eckert jeweils unterlagen.

Vorne musste der erst 16jährige Alexander Christoph zwei relativ glatte Niederlagen gegen die starken Hummel-Brüder hinnehmen, während Frontmann Jaka Golavsek zunächst gegen Markus Hummel glatt siegte. Ein Paukenschlag folgte dann im zweiten Golavsek-Auftritt: in einem hochdramatischen und äußerst sehenswerten Duell gegen den früheren Regionalligacrack Matthias Hummel unterlag der Slowene im TV-Trikot überraschend mit 2:3. Eine nicht eingeplante Niederlage und sicher ein erster Knackpunkt in der Partie.

Rainer Frisch fand in der Mitte nie zu seinem gefürchteten Block- und Spinspiel und unterlag sowohl dem 15jährigen Grünwald als auch Matthias Hummel. Sein Paarkreuzkollege Florian Seitz konnte letzteren in vier Sätzen niederhalten, nachdem auch er zuvor gegen den jungen Grünwald den Kürzeren gezogen hatte.

Im hinteren Paarkreuz zeigten Tobias Mulack und Mannschaftsführer Uli Eckert zunächst eine beeindruckende Leistung: Mulack bezwang Römer ebenso glatt mit 3:0 wie Eckert am Nebentisch Bauer. Gegen den letztgenannten Gegner „gelang“ es Tobias Mulack im zweiten Durchgang, eine 2:0-Satz und 4:0-Führung im dritten Satz noch unnötigerweise zu verspielen. Nach toller Aufholjagd im letzten Satz kam er zwar auf 9:9 heran, konnte aber bei eigenem Service keinen Punkt mehr erzielen. Ärgerlich wie unnötig, wäre doch bei einem Erfolg ein Unentschieden mehr als realistisch gewesen.


TV HIP II – SpVgg Erlangen

Im fast vier Stunden dauernden Abendspiel trennte man sich im Anschluss mit 8:8 von der SpVgg Erlangen. In den Doppeln hatte man immerhin einiges richtig gemacht, schließlich konnte man bei leicht modifizierter Aufstellung gleich alle drei Paarungen für sich entscheiden.

In den Einzeln konnte man dann aber zu selten an diese Leistungen anküpfen. Und auch gegen Erlangen musste Golavsek eine unnötige Niederlage gegen Speckner hinnehmen, konnte aber immerhin sein zweites Duell gegen Burkhard glatt für sich entscheiden. Youngster Alexander Christoph ging an diesem Tag ganz leer aus, unterlag er doch beiden Kontrahenten in drei bzw. vier Sätzen.

Die Mitte zeigte sich indes deutlich verbessert im Vergleich zum ersten Spiel des Tages. Florian Seitz scheint schon zu Saisonbeginn nahe an seiner Bestform zu sein, so gönnte er weder Sikiric noch Kotzian auch nur einen Satzgewinn. Gegen Kotzian hatte sich Rainer Frisch auf seine Kampfstärke besonnen und in fünf knappen, aber verdienten Sätzen gewonnen.

Wie sehr im Tischtennis der Kopf entscheidet, wurde bei den Auftritten von Tobias Mulack äußerst deutlich: zu keiner Phase schaffte es der sonst so kampfstarke Vorhandspezialist, sich ins Spiel zu beißen und fehlende körperliche Frische durch Biss und Leidenschaft wettzumachen. Folgerichtig unterlag er gegen Dürrbeck wie Scheer verdient wie unnötig.

Dass mit Kampfkraft viel wettzumachen ist, zeigte einmal mehr Kapitän Uli Eckert. Gegen Scheer unterlag der Noppenkünstler zwar nach bravouröser, aber dennoch erfolgloser Aufholjagd mit 10:12 im letzten Satz. Davon wollte sich der Schwabe im TV-Trikot jedoch nicht kleinkriegen lassen und wurde dafür in seinem zweiten Einzel belohnt: bemerkenswert, dass trotz 0:2-Satzrückstand und – nach Satzausgleich – hohen Rückständen im letzten Satz, immer der Kopf oben blieb. Ein nicht erwartetes, aber völlig berechtigtes 11:9 im letzten Satz.

Schade, dass am Nebentisch ein hochdramatisches und äußerst kurzweiliges Schlussdoppel zugunsten von Erlangen entschieden wurde. Golavsek/Frisch versuchten hier alles, aber beim 11:9 im Entscheidungssatz agierten Burkhard/Speckner schlichtweg einen kleinen Tick cleverer und mutiger.

Weiter geht’s für den TV-Express bereits am kommenden Samstag mit dem Auswärtsspiel beim heimstarken TSV Dinkelsbühl.