TT-Landesliga Nord-Ost: Spielbericht TV Hilpoltstein II – DJK Sparta Noris Nürnberg II
(mu) – Wann immer die zweite Mannschaft des TV Hilpoltstein derzeit ins Geschehen der Tischtennis-Landesliga eingreift, ergibt sich der gleiche Spielverlauf: ein dramatischer Kampf mit bis zu vier Stunden Spielzeit, hochklassiger Sport gepaart mit einer unbeschreiblichen Spannung – und am Ende als Krönung der Dramaturgie eine Entscheidung in der Verlängerung des Entscheidungssatzes im Schlussdoppel. So verliefen zuletzt die Auftritte gegen Weiherhof, Lauf, Windsbach und Neukirchen – und auch gegen Sparta Noris Nürnberg II kämpften beide Teams, als ginge es um ihr Leben. An ungewohntem Heimspielort in der Hilpoltsteiner Gymnasiumsturnhalle trennte man sich nach schier aussichtslosem 4:8-Rückstand noch 8:8 Unentschieden von den spielstarken Gästen.
Die Protagonisten des Erfolgs waren ebenfalls wie so häufig in den letzten Wochen die Paarung Mahroum/Frisch und der immens nervenstarke Youngster Ferenc Toth. Letzterer hat – erstmals seit seinem Wechsel nach Hilpoltstein vor eineinhalb Jahren (!) - ein Doppel gewinnen können, und zwar hoch verdient nach Klasseleistung mit Marcel Kutzner im Dreierdoppel gegen Heger/Ufert. Und auch im Einzel war der 14jährige Schüler wieder mal nicht zu bezwingen. Gegen Ufert bewies er dabei neben spielerischer Klasse auch seinen neu entdeckten Kampfgeist, als er einen 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Sieg drehte. Und auch im Schlusseinzel zeigte er sich gegen den starken Harneid immens nervenstark. Überhaupt hat der neben dem Tisch so schüchterne und innerhalb der grünen Box so impulsive Serbe einen Riesenschritt nach vorne gemacht und hat sich auch diesmal das große Lob seiner Mannschaftskollegen redlich verdient. Tarik Maroum und Rainer Frisch scheinen indes Nerven wie Drahtseile zu haben: nach einem problemlosen Auftaktsieg über Müller/Harneid vergaben sie im fünften Satz des Entscheidungssatzes beim Stand von 10:6 gleich vier Matchbälle gegen die furiosen Baumgärtel/Emter. Doch dann nutzte das famose TV-Duo seinen fünften zum 12:10 – der mit Rückenproblemen pausierende Mannschaftsführer Tobias Mulack war als Tischschiedsrichter fast verzweifelt, rief seinen exzellent harmonierenden Mannschaftskollegen ein: „Männer, Ihr seid der Hammer!“ zu.
Der für ihn nach längerer Pause mal wieder reaktivierte Florian Seitz war ohne Training im vorderen Paarkreuz erwartungsgemäß ohne Auftrag gegen die guten Baumgärtel und Müller. Gegen letzeren konnte Tarik Mahroum zwei Matchbälle nicht verwerten, gegen seinen Ex-Mannschaftskollegen Baumgärtel hatte er wie Seitz glatt verloren. In der Mitte siegten Rainer Frisch und Marcel Kutzner glatt gegen Heger, mussten aber beide gegen den ganz starken Emter die Segel streichen. Den achten Zähler schließlich steuerte Youngster Manuel Kupfer bei, als er seine Wut über das verlorene Eingangseinzel gegen Harneid am gewiss nicht schlechten Ufert abließ.
Für den TV Hilpoltstein, bei dem sich alle Akteure nach der Aufholjagd wie über einen Sieg freuten, steht am kommenden Freitag die letzte Vorrundenhürde auf dem Programm – hier wird es bei den stark eingeschätzten Gastgebern aus Erlangen vermutlich ähnlich eng zugehen. Alles andere als den beschriebenen Spielverlauf kann man sich bei der Zweiten auch schon gar nicht mehr vorstellen.
Ergebnisse:

