TT-Bayernliga Nord: Vorbericht TSV Stein – TV Hilpoltstein II
(mu) – Am Sonntagmorgen um 10 Uhr steht für die Hilpoltsteiner Bayernliga-Tischtennisspieler das nächste Derby an: dann gastieren sie im mittelfränkischen Duell beim TSV Stein, den man in der Hinserie nach großem Kampf knapp mit 9:6 bezwungen hatte.
Stein hat erst drei Rückrundenspiele absolviert und dabei einen klassischen Fehlstart hingelegt mit den Niederlagen gegen Topteam Eschau, im Derby gegen Altdorf sowie etwas überraschend in Arzberg. Aufgrund der zähen Hinrunden-Auseinandersetzung und der z.T. aufstellungsbedingten Niederlagen dürfen die Burgherren gewarnt sein und sich wie so häufig auf ein ganz enges Duell einstellen.
Denn Stein stellt in Bestbesetzung eine der spielstärksten Truppen der Herren-Bayernliga: vorne dürfte das polnisch-weißrussische Duo Kabaczinski/Zrazhavets nach Bindhammer/Golavsek wohl die stärkste Bayernligakombi sein. Besonders der Pole Dariusz Kabaczinski mit seinen brandgefährlichen Aufschlägen und seiner enorm harten Vorhand ist nur ganz schwer zu bezwingen. Wie das geht, zeigte Ligakrösus Felix Bindhammer mit einer grandiosen Leistung beim 3:0 in der Hinserie, während der sympathische Jaka Golavsek diesem noch relativ glatt unterlegen war. Beide Duelle des TV-Duos mit dem in der Rückrunde noch ungeschlagenen Polen gelten als offen, ebenso wie die Auseinandersetzungen mit dem im Hinspiel verhinderten Zrazhavets.
In der Mitte kamen die beiden Steiner Andy Reiß sowie der 17jährigen Youngster Toni Matuka noch nicht so recht aus den Startlöchern, beide zählen aber spielerisch zur besseren Hälfte der Liga. Die bislang noch recht glücklosen Tarik Mahroum und Rainer Frisch werden sich enorm strecken müssen, wollen sie morgen das eine oder andere Duell für sich entscheiden, chancenlos sind die beiden Routiniers dabei keinesfalls.
Ghennadi Mazur gilt hinten als unberechenbar und legte bei seinen Einsätzen einen guten Start (3:1) hin. Wie stark der Russe im TV-Trikot mit der attraktiven Spielweise spielen kann, belegen seine beiden überzeugenden Siege im mittleren Paarkreuz des Hinspiels. Komplettiert wird das Steiner Sextett vom langjährigen Hilpoltsteiner Matthias Kielmann, der insgesamt erst einen Sieg verbuchen konnte. Gegen den TV Hilpoltstein wird der trainingsfleißige Eysöldener jedoch nicht nur aufgrund seiner Vergangenheit hoch motiviert sein, sondern auch aufgrund seiner besonderen Verbindung zu seinen beiden sonntäglichen Gegnern: TV-Kapitän Tobias Mulack wurde in früheren Jahren ebenso lange und intensiv von Kielmann betreut wie auch Youngster Alexander Christoph, der regelmäßig mit ihm trainiert. Über Stärken wie Schwächen dürfte der Steiner also bestens informiert sein, weshalb sein derzeitiges Ergebnis kaum Relevanz besitzt.
Es kann davon ausgegangen werden, dass alle Duelle heute vollkommen offen sind, sodass wieder einmal ein großer Kraftakt nötig sein wird, wollen die Burgherren ihre momentan tolle Verfassung weiter unterstreichen. Ganz wichtig wird dabei wieder sein, wie zuletzt gut aus den Doppel-Startlöchern zu kommen.

