TT-Bayernliga Nord: Spielbericht TV Hilpoltstein II – TSV Ansbach 9:6
(mu) – Am 12. Spieltag der laufenden Runde ist endlich der Knoten geplatzt für die Hilpoltsteiner Tischtennisspieler: an eigenen Tischen feierte die zweite Herrenmannschaft am Samstagabend einen hochverdienten 9:6-Erfolg im mittelfränkischen Derby gegen den TSV Ansbach.
Bereits im Hinrundenduell war man beim 7:9 nur haarscharf an den ersten Punkten vorbeigeschrammt, diesmal sollte der Bock endlich umgestoßen werden.
Den Grundstein zum Erfolg, der in der Tat noch höher hätte ausfallen können, konnte man endlich mal wieder in den Eingangsdoppeln legen: das Spitzenduo Hoffmann/Tiefenbrunner besiegte Lengerov/Kutka in vier gutklassigen Sätzen. Manuel Kupfer und Marcel Kutzner unterlagen am Nebentisch bereits zum vierten Mal in dieser Serie knapp im Entscheidungssatz, diesmal gegen Weger/Schubert. Das Duo Mahroum/Frisch überzeugte abermals im Dreierdoppel und bezwangen Herbst/Besser glatt in vier Durchgängen.
Frontmann Manuel Hoffmann konnte seine zuletzt ganz starke Form leider nur fünf Sätze durchhalten. Zunächst erteilte er dem routinierten Weger eine kleine Lehrstunde, ehe er mit dem gleichen Tempo gegen den Bulgarischen Spitzenspieler der Gäste, Lengerov, weiter machte. Doch nach zwei ganz starken Durchgängen riss bei ihm auf einmal der Faden, und er machte in der Folge kaum mehr einen Stich gegen seinen stets fairen Kontrahenten. Gegen diesen hatte Manuel Kupfer vorne zunächst gar keinen Stich gemacht, etwas überraschenden gelang ihm das auch überhaupt nicht gegen den unangenehm agierenden Weger.
Nach seiner durchwachsenen Vorstellung am vergangenen Wochenende überzeugte Youngster Marcel Kutzner diesmal wieder vollkommen in der Mitte, als er nach seinem hochklassigen, aber äußerst knappen Erfolg über den nur ein Jahr älteren Schubert den stark eingeschätzten und mit allen Wassern gewaschenen Herbst drei Sätze lang durch die Box schickte. Sein Paarkreuzkollege Tarik Mahroum hatte gegen letztgenannten zuvor knapp in vier Sätzen triumphiert und sich glücklicher Weise nicht von den Nebengeräuschen ablenken lassen. Doch das Spiel hatte ihm so viel Konzentration gekostet, dass er in der Folge gar kein Bein mehr auf den Boden brachte gegen den allerdings auch fast fehlerfrei aufspielenden Schubert.
Ähnlich erging es dem zuletzt bärenstarken Julian Tiefenbrunner im zweiten Einzel gegen den als Außenseiter ins Duell gegangenen Besser, als dieser einfach so gut wie keinen Fehler machte, seinem Namen alle Ehre machte und ihm in vier Sätzen die Grenzen aufzeigte. Zuvor hatte der sympathische Österreicher gar keine Mühe mit Kutka gehabt.
Matchwinner war am Ende aber zweifelsohne Teamroutinier Rainer Frisch. Der athletische Ur-Hilpoltsteiner holte wirklich alles aus sich raus, war derart kampfstark, dass sich seine Mannschaftskameraden ein ums andere Mal verwundert die Augen rieben. Letztlich belohnte sich Hilpoltsteins „Mr. Tischtennis“ am Ende selbst, als er sowohl gegen Besser, als auch in der Folge gegen Kutka einen 1:2-Satzrückstand noch wettmachte.
Der Jubel war natürlich groß im TV-Lager, schließlich hatte man schon so oft am ersten doppelten Punktgewinn gekratzt. Doch lange kann die Freude nicht währen, schließlich gastiert man schon am kommenden Samstag bei den Nürnberger Spartanern.
Ergebnisse: TV Hilpoltstein II – TSV Ansbach 9:6

