(mu) – Der TV Hilpoltstein hat sich wie erwartet relativ schwer getan mit dem aufstrebenden FC Eschenau, aber letztlich seine derzeit tolle Verfassung in der Tischtennis-Landesliga unterstrichen: nach einem dreistündigen Kampf und einer abermals tollen Teamleistung feierte er am Freitagabend in der Gymnasiumsturnhalle einen knappen, aber nicht unverdienten 9:5-Erfolg. Durch den vierten Erfolg in Serie bleibt man weiterhin in der Spitzengruppe der Liga und hat nach wie vor Chancen auf Rang zwei. Realistischer Weise freilich dürfte freilich am Ende Position drei herausspringen, da der vermeintliche Zweite Kümmersbruck sich weiterhin keine Blöße gibt.
Am Freitagabend kam die Truppe um Kapitän Uli Eckert wie so häufig gut aus den Startlöchern: Jaka Golavsek und Rainer Frisch sowie Alexander Christoph und Tobias Mulack hatten nach starken Vorstellung jeweils das bessere Ende für sich, Florian Seitz und Uli Eckert verpassten dieses nur hauchdünn, nachdem ihnen nach diskutabler Schiedsrichterentscheidung um einen vermeintlichen Netzaufschlag die wohl vorentscheidende 2:0-Satzführung verwehrt geblieben war.
Es lief also alles nach Plan für die Burgherren, die in der Folge sogar auf 6:1 davon ziehen konnten: Jaka Golavsek hatte nur in einem Satz Mühe mit dem in Hilpoltstein bestens bekannten Topspinkünstler Michael Hoffmann, während Rainer Frisch mit einem tollen und nicht eingeplanten 3:0 über den guten Gäste-Frontmann Stefan Möslein seine derzeitige prima Verfassung untermalte. Der erst 17jährigen Nachwuchshoffnung Alexander Christoph war es nach einer guten Vorstellung gegen den zähen Materialspieler Detlef Kirchner endlich mal wieder vergönnt, ein knappes Fünfsatzspiel für sich zu entscheiden – die Erleichterung war groß beim trainingsfleißigen Youngster. Florian Seitz musste gegen Blockkünstler Markus Trummer im letzten Satz sogar zwei Matchbälle abwehren, tat dies allerdings mit Mut und gewitztem Spiel, sodass sein Sieg letztlich auch verdient war.
Beim hinteren Paarkreuz mit Uli Eckert und Tobias Mulack geht es in aller Regel eng zu, und der Ausgang der Begegnung wird maßgeblich davon beeinflusst, wie gut es die beiden Akteur schaffen, in ihren „Kampfmodus“ zu kommen. Diesmal war beiden jedoch die auch beruflich bedingte Müdigkeit im Kopf anzumerken, sodass beide gegen die allerdings auch prima aufspielenden Rainer Kliemt bzw. Andreas Hadzik mit 0:3 den Kürzeren zogen.
Nachdem vorne Rainer Frisch kaum einen der giftigen Aufschläge von Michael Hoffmann returnieren konnte und folgerichtig glatt unterlag, drohte die Begegnung zu kippen. Dagegen hatten allerdings die zwei besten TV-Akteure dieser Spielzeit etwas einzuwenden: Jaka Golavsek ließ gegen den konsternierten Stefan Möslein überhaupt nichts anbrennen, während Aufschläger Florian Seitz nach seiner Begegnung zurecht feststellte: „Ohne Kampf geht bei mir gar nichts, das strengt auf Dauer wirklich an!“ Er tat dies allerdings mit einem Augenzwinkern, denn wie fast immer hatte er es auch gegen den guten Detlef Kirchner geschafft, rechtzeitig den Schalter umzulegen, diesmal nach einem 0:2 und 3:7-Rückstand. Eine beeindruckende Energieleistung des Ur-Hilpoltsteiners.
Dass Alexander Christoph gegen den unangenehmen Markus Trummer kaum ins Spiel fand, fiel letztlich kaum ins Gewicht. Denn Seitz‘ Zitat hätte auch aus dem Mund von Vorhandspezialist Tobias Mulack stammen können, der es meist schafft, sich in den entscheidenden Situationen zu pushen. So auch diesmal, als er gegen den wüst angreifenden Rainer Kliemt mit einem verdienten 3:1-Sieg den Deckel auf den 9:5-Erfolg machen durfte.
Nach einer Woche Spielpause geht es mit dem Heimspiel gegen den unberechenbaren ASV Burglengenfeld in den Saisonendspurt.

