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9:7-Sieg in Neukirchen zum Saisonabschluss

(mu) – Vor Spielbeginn war man zwar als klarer Favorit gehandelt worden, hatte aber dennoch auf ein ganz enges Duell spekuliert – und genau so sollte es auch kommen beim letzten regulären Ligaspiel der diesjährigen Landesliga-Saison: der Tabellenzweite TV Hilpoltstein sicherte mit einem haarscharfen 9:7-Sieg bei Absteiger SV Neukirchen b. Hl. Blut die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur Tischtennis-Bayernliga.

Nach dem Schlussdoppel, das sich das beste Landesligadoppel in Person von Jaka Golavsek und Rainer Frisch durch eine tolle Leistung gegen die unangenehmen Jan Roubicek und Herbert Schindlatz gesichert hatte, war die Freude riesig im TV-Lager. Nach sehr durchwachsenem Saisonstart hatte man sich durch eine ganz starke Rückrunde noch auf Position zwei vorgekämpfte und dabei sage und schreibe sieben Zähler auf den ambitionierte TTC Kümmersbruck aufgeholt. Besonders feiern lassen durfte sich diesmal endlich mal wieder Youngster Alexander Christoph: nach einer für ihn schwierigen Spielzeit war es ausgerechnet der erst 17jährige Gymnasiast, der als einziger TV-Crack beide Einzel für sich entscheiden konnte und so die definitive Teilnahme an der Relegation sicherte. Eine prima Leistung des trainingsfleißigen Youngsters.

Erstmals seit langer Zeit konnte man in den Doppeln nicht in Führung gehen und musste gleich zwei Eingangspaarungen abgeben: wie so oft setzten sich Golavsek/Frisch relativ sicher durch, diesmal mit 3:1 gegen Masek/Cech. Link/Seitz unterlagen Roubicek/Schindlatz ebenso knapp in fünf Sätzen wie Christoph/Haubner gegen Schamberger/Aschenbrenner. Eine ziemlich ungewohnte Situation für den TV-Express, der diesen Rückstand erst beim Stande von 6:7 erstmalig drehen konnte: zunächst besiegte Alexander Christoph im äußerst kurzweiligen vorletzten Einzel des Tages den routinierten Peter Schamberger knapp in fünf Durchgängen, bevor Blockspezialist Christoph Haubner wieder einmal positiv überraschte: der Grundschullehrer, der für gewöhnlich nicht mehr als dreimal pro Jahr seinen Schläger in die Hand nimmt, schaffte es einmal mehr, trotz fehlendem Training sein großes Spielverständnis und tolles Passivspiel gewinnbringend einzusetzen: in vier Sätzen hielt er Abwehrrecke Aschenbrenner nieder, ehe wie erwähnt das Schlussdoppel den Sack zumachte.

Etwas überraschend hatte zuvor der beste Landesligaakteur Jaka Golavsek dem jungen Tschechischen Irrwisch Jan Roubicek in fünf Sätzen zum Sieg gratulieren müssen, nachdem er zuvor dessen routinierten Landsmann Petr Masek klar beherrscht hatte. Ähnlich stark einzuschätzen wie der Haubner-Auftritt ist die Leistung von Routinier Paul Link, der nach viereinhalb Monaten Pause wieder mal in die Bresche gesprungen war. Auch ohne jegliche Spielpraxis konnte der Mann mit dem imposanten Vorhandschwinger den Allrounder Masek in vier Sätzen niederhalten. Gegen Roubicek hatte der Nürnberger zunächst knapp mit 1:3 verloren.

Etwas überraschend verliefen die Duelle in der Mitte: die langjährigen Regionalligacracks Rainer Frisch und Florian Seitz hielten dabei den starken Linkshänder Roman Cech, einen der spielstärksten Akteure des mittleren Paarkreuzes jeweils in vier Sätzen nieder. Dass beide Cracks aber gegen die kampfstarke SV-Ikone Herbert Schindlatz verlieren würden, war dann doch eine faustdicke Überraschung: Rainer Frisch unterlag dabei haarscharf in vier, Florian Seitz sogar erst in der Verlängerung des Entscheidungssatzes. Hinten schließlich hatte Youngster zunächst gegen Materialkünstler Aschenbrenner mit 3:1 gewonnen, während das Spiel von Peter Schamberger schlichtweg zu sicher für Christian Haubner gewesen war.

Durch diesen weiteren hart erkämpften Sieg geht die Saison nun in die Verlängerung: am kommenden Wochenende, voraussichtlich am Sonntagnachmittag, erwarten die Burgherren den früheren Dauerrivalen Altenkunstadt als Zweiten der Landesligastaffel Nord-West in der Burgstadt. Dass es in diesem Duell deutlicher zugehen wird als bei der weiten Auswärtsfahrt nach Neukirchen, daran wird wohl keiner in Hilpoltstein einen Gedanken verschwenden.