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Zweite unterliegt mit 6:9 in Stein

TT-Bayernliga Nord: Spielbericht TSV Stein – TV Hilpoltstein II               9:6

(mu) – Die zweite Herrenmannschaft des TV Hilpoltstein hat einen empfindlichen Dämpfer im Kampf um die Spitze der Tischtennis-Bayernliga hinnehmen müssen: das Derby beim TSV Stein wurde die erwartet schwere Aufgabe, die die Nürnberger Vorstädter nach einem vierstündigen Kampf mit 9:6 besser lösen konnten.

Zu Spielbeginn war der TV-Express knapp an einer Doppelführung vorbeigeschrammt: Mahroum/Mulack hatten keinen Auftrag gegen die übermächtigen Kabaczinski/Zrazhavets, während nebenan Bindhammer/Golavsek gar keine Mühe hatten mit Matuka/Kielmann. Im Dreierdoppel zogen Frisch/Christoph nach 2:1-Satzführung ganz knapp den Kürzeren mit 9:11 im letzten Satz.

Die Tischtennisfans aus der Region hatten sich besonders auf die Duelle des vorderen Paarkreuzes mit dem Polen Dariusz Kabaczinski und dem Weißrussen Mikalai Zrazhavets auf der einen und der Deutsch-Slowenischen Paarung Felix Bindhammer und Jaka Golavsek auf der anderen Seite gefreut. Und sie sollten voll auf ihre Kosten kommen: in einem herausragenden Match auf mindestens Drittliganiveau bezwang der einzige ungeschlagene Crack der Liga, Felix Bindhammer, Mikalai Zrazhavets in fünf Sätzen. Am Ende behielt der Realschullehrer gegen den Weißrussischen Pro-Tour-Akteur mit 11:9 die Oberhand in einem Duell, das für TV-Kapitän Tobias Mulack „das mit Abstand beste Bayernligaspiel dieser Saison“ war. Jaka Golavsek war gegen Aufschlagkönig Dariusz Kabaczinski derweil auf verlorenem Posten. Letzterer musste im zweiten Durchgang seine erste Rückrundenpleite hinnehmen – wie schon im Hinspiel war Ligakrösus Bindhammer einen kleinen Tick zu gut für den früheren Top-Drei-Akteur aus Polen. Auch in diesem Spiel schnalzten die Zuschauer mehrfach mit der Zunge ob der hochkarätigen Ballwechsel. Gleiches galt für Duell der „Zweier“, das der so ruhige und bodenständige Slowene im TV-Trikot, Jaka Golavsek, nach einer ganz feinen Vorstellung in fünf Sätzen gegen Zrazhavets für sich entscheiden konnte.

Auch in der Mitte war Spannung pur angesagt war: Rainer Frisch zeigte trotz Haderns mit der eigenen Leistung eine prima Vorstellung gegen den 17jährigen Toni Matuka, immer noch eines der größten Talente in Bayern. Letztlich unterlag der TV-Routinier am Ende mit 9:11 im entscheidenden Satz. Wie Frisch ließ auch Allrounder Tarik Mahroum einige Chancen liegen, so bei einer 10:6-Führung im vierten Satz gegen den Moldawier Ghennadi Mazur. Ein Punkt mehr hätte den Satzausgleich bedeutet, stattdessen unterlag der Noppenspezialist mit 1:3. Im zweiten Durchgang gingen dann allerdings beide Spiele glatt an Stein: weder Frisch gegen Mazur hatte einen Chance auf einen Satzgewinn noch Mahroum gegen den fehlerfreien Matuka.

Und auch hinten folgte zunächst eine knappe und unnötige Niederlage für den TV Hilpoltstein: Tobias Mulack hatte Riesen-Mühe mit den Aufschlägen von Ilja Mazur, kämpfte aber – nach zunächst vergebener 2:1- und 5:2-Führung - dennoch bis zum Ende: im letzten Satz zog er nach Abwehr von zwei Matchbällen unglücklich mit 9:11 den Kürzeren. Sein Paarkreuzkollege Alexander Christoph ließ nach einer starken Leistung das Wiedersehen mit seinem Trainer und Trainingspartner Matthias Kielmann relativ kurz ausfallen, zu dominant agierte der TV-Youngster beim 3:0.

Ähnliches galt für Tobias Mulack im vorletzten Einzel des Tages gegen Kielmann, als der Ur- gegen den Ex-Hilpoltsteiner nach hoch konzentrierter Leistung mit 3:0 triumphierte. Leider verlor auch Christoph gegen den gut aufgelegten Mazur mit 1:3, sodass das Schlussdoppel abgebrochen werden konnte. Hier hatten Bindhammer/Golavsek bereits haushoch gegen Kabaczinski/Zrazhavets geführt, was das 8:8 bedeutet hätte. Stattdessen stand nun eine vermeidbare, aber dennoch nicht ganz unverdiente Niederlage für die Burgherren. Diese haben noch zwei Spiele gegen die Kellerkinder Altenkunstadt und Creussen auf dem Zettel, die sie unbedingt beide für sich entscheiden wollen.

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