Valenta: Erst fraglich, dann bärenstark
„Das war der großartige Abschluss eines denkwürdigen Wochenendes“, jubelte Abteilungsleiter Ulrich Eckert, der nicht nur während des Spiels, sondern bereits im Vorfeld auf eine harte Probe gestellt wurde. Lange war der Einsatz von Jan Valenta am seidenen Faden gehangen. Noch am Samstag hatte der Tscheche über muskuläre Probleme am Fuß geklagt. Für Valenta hatte vorsorglich Regionalligaspieler Kazuto Itagaki die Reise nach Passau angetreten. Erst nach dem Doppel gab es Entwarnung. Eine folgen-schwere Entscheidung. Dass ausgerechnet Valenta seine beiden Einzel sowie das Doppel gewann und dazu noch dem Schlusspunkt setzten durfte, hatte er freilich nicht nur der göttlichen Fortuna, sondern in erster Linie seinem unbeugsamen Kampfgeist zu verdanken. Doch der Reihe nach.
Die Partie begann mit einem Paukenschlag. Ausgerechnet beim zuletzt so überzeugenden Hilpoltsteiner Spitzendoppel Matthias Danzer/Martin Buch Andersen lief wenig zusammen. Das Duo musste gegen das Passauer Zweierdoppel Mauro Schärrer/Leon Benko ein happiges 0:3 einstecken. Dafür machten es am Nachbartisch Ale-xander Flemming und Valenta umso besser, sie konnten den ersten Fünf-Satz-Krimi des Nachmittags für sich entscheiden. Doch, um auch nur in Reichweite eines Punktgewinns zu kommen, waren hohe Hürden zu überwinden. Vor allem im vorderen Paarkreuz. Dort ist Passau sehr gut aufgestellt. Vor allem in Person des Japaners Yuta Limura (21), gegen den an diesem Nachmittag kein Kraut gewachsen war. Auch der ukrainische Nationalspieler Victor Jefimov ist ein maximal unangenehmer Gegner, selbst wenn er nicht in Bestform spielt. Der Mann bringt nahezu jeden Ball zurück. Eine solche „Wand“, brachte einst auch Flemming mehrfach zur Verzweiflung: „Jefimov ist ein harter Brocken.“


