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Überraschung gefällig? Dann auf nach Hilpoltstein...

Hilpoltstein (bb) – Kaum sind die deutschen Meisterschaften vorbei, schon steht für die Hilpoltsteiner Tischtennis-Asse der nächste Höhepunkt vor der Tür: am kommenden Sonntag um 14 Uhr kommt kein geringerer Gegner als der Zweitliga-Tabellenführer ASV Grünwettersbach in die Hilpoltsteiner Stadthalle. In der Vorrunde hatten die badischen Cracks aus der Nähe von Karlsruhe beim 9:5 größte Mühe mit ihren mittelfränkischen Gästen.


Es war, trotz der Niederlage, das beste Spiel, das Bindhammer und Co in dieser Saison gemacht haben. Ausgerechnet das Hilpoltsteiner Urgestein bekam aber kurz vor Toresschluss  einen schweren Arm. Sein Gegner, der Pole Marcin Miszweski (hinteres Paarkreuz 10:7), der zuvor dem Hilpoltsteiner Youngster Manuel Hoffmann überraschend unterlegen war, wusste eigentlich nicht, wie ihm geschah, als ihm der eigentlich überlegene Bindhammer (hinten 8:3) noch den Sieg überließ.


Dass es zur Revanche der beiden kommt, ist eher unwahrscheinlich, denn Bindhammer spielt jetzt in der Mitte, wo es der immer stärker werdende Hilpoltsteiner (7:5) mit den Besten der Liga zu tun bekommt: Geir Erlandsen (NOR, 18:4) und Rade Markovic (SRB, 17:5), beide ehemalige Nationalspieler mit Erstliga-Erfahrung, wären hier eigentlich das Maß aller Dinge, wenn ihnen in Grünwettersbach und auch sonst nicht ein Hilpoltsteiner in die Suppe gespuckt hätte. Neuzugang Dennis Dickhardt (17:5) hat sich zum besten Punktesammler der Mittelfranken entwickelt. Wenn er seine beiden sensationellen Siege gegen die ehemaligen Weltklasseleute wiederholen könnte, gerieten seine mittlerweile zahlreichen Fans vollends aus dem Häuschen.


Jeder weiß: Die Wiederholung einer Sensation ist besonders schwer. Deshalb ist es für den Außenseiter mit dem besten Tischtennis-Publikum der 2. Bundesligen besonders wichtig, dass diesmal auch in den Doppeln und im vorderen Paarkreuz mehr Punkte kommen als in der Vorrunde – was schwer genug wird, denn auch im Spitzenpaarkreuz führen zwei Grünwettersbacher die Bestenliste an: Adam Robertson (GBR, 23:5) und der ehemalige deutsche Vizemeister Lei Yang (20:4) sind in der Rückrunde sogar noch ungeschlagen, obwohl sie schon gegen die Besten der Liga gespielt haben. Doch Alexander Flemming (12:16) und Nico Christ (13:15) haben durchaus das Zeug zu einer Überraschung – ihre Spiele werden jedenfalls beifall-umrauscht sein.


Das versprechen sich die Hilpoltsteiner auch vom hinteren Paarkreuz, wo neben dem immer besser werdenden Benjamin Rösner (5:4) erneut der angehende Abiturient Manuel Hoffmann (1:7) das Vertrauen geschenkt bekommt. Ihre Gegner Mircin Miszweski und Lokal-Matador Joachim Sekinger (6:9) sind gut, aber nicht unschlagbar.


Wenn dem aufstrebenden TV Hilpoltstein (Rückrunde 7:3) eine Sensation gegen die „Mannschaft der Stunde“ gelingen soll, müssen in jedem Paarkreuz Punkte her – ansonsten bleibt Grünwettersbach (Rückrunde 9:1-Punkte) der große Meisterschaftsfavorit. Ein großes Match, das ein großes Publikum verdient. Und den Zuschauern wird in jedem Fall eine Überraschung zuteil: Der TV Hilpoltstein verlost vier gute Karten für den Eröffnungstag der Tischtennis-Weltmeisterschaft in Dortmund, wo das deutsche Herrenteam im ersten Spiel auf Tschechien trifft. Mit dessen Trainer Tomas Demek – er hat bis 2011 drei Jahre lang in der Burgstadt gespielt – gibt es dann ein fröhliches Wiedersehen.