Genügsamkeit, Verzicht, Ruhe und innere Einkehr gelten gemeinhin als Attribute der Fastenzeit, die am Aschermittwoch begann. Die Hilpoltsteiner machten sich am Sonntag jedoch keines dieser Mottos zu eigen. Ganz im Gegenteil. Weder geizten sie mit Leistung, noch verzichteten sie auf den verdienten Beifall der 258 Zuschauer in der Stadthalle, die einiges geboten bekamen. So entwickelte sich ein weiterer Großkampftag mit vielen Facetten und dem Aufeinandertreffen höchst unterschiedlicher Spielsysteme.
Hayato Miki und Matthias Danzer harmonieren
Vom ersten Ballwechsel an ging es ordentlich zur Sache. Hilpoltstein begann furios und ließ bereits in den Doppeln erkennen, dass man sich einiges vorgenommen hatte. Nach den zuletzt etwas überschaubaren Leistungen in dieser Disziplin versuchten es die Hilpoltsteiner mit einer personellen Umstellung. Anstelle von Martin Buch Andersen, der immer wieder viel zu passiv agierte, schlug der Japaner Hayato Miki an der Seite von Matthias Danzer auf. Ein Move, der sich prompt auszahlte. Beide harmonierten auf Anhieb prächtig und gaben dem Spitzendoppel der Gäste mit 3:2 das Nachsehen. Nachdem am Nachbartisch auch Alexander Flemming und Jan Valenta die Oberhand behalten hatten, ging Hilpoltstein mit einer 2:0-Führung im Rücken in die Einzel. Dort spielt sich vor allem Miki in die Herzen der Fans. Dem Mann aus Nippon fehlt zwar die Beständigkeit – vor gelegentlichen Negativserien ist er nicht gefeit, doch stets zur rechten Zeit ließ er sein großes technisches Können aufblitzen. So war er immer in der Lage, seine Gegner schwindelig zu spielen – wie beispielsweise beim 11:0 im zweiten Satz im Spitzenspiel gegen den Taiwanesen Tzu-Yu Tseng. Am Ende holte Miki zwei Punkte.


