Grund dafür ist, dass der 1. FC Köln in dieser Spielzeit deutlich verbessert in die Burgstadt kommt. Zwar verließen die englischen Nationalspieler Sam Walker und Tom Jarvis nach der letzten Saison die Rhein-Truppe, doch mit dem 19jährigen Belgier Adrien Rassenfosse als neue Nummer eins und dem japansichen Wirbelwind, dem 18jährigen Suzuki Hayate auf Position drei konnten sich die Kölner sogar deutlich verstärken. Zudem hat zuletzt auch Ex-Jugendnationalspieler Tobias Hippler an Position zwei nach überstandener Verletzung wieder zu gewohnter Stärke zurückgefunden, so dass sich der Effzeh es sich sogar leisten kann, auf Position vier mit den erfahrenen Gianlucca Walther und Lennart Wehking zu rotieren. Ein starkes Aufgebot also, die den 1. FC Köln in der Endabrechnung deutlich besser positionieren sollte, als in den vergangenen beiden Spielzeiten, als man das eigens formulierte Ziel des Zweitligameisters deutlich verfehlte.
Spannend wird es, wie die Hilpoltsteiner Mannen um Mannschaftskapitän Alex Flemming die Niederlage gegen den BVB Dortmund vor Wochenfrist wegstecken. "Wir machen uns da jetzt nicht verrückt, das 2:6 ist zwar auf dem Spielberichtsbogen sehr deutlich, doch das Spiel war viel enger", so Flemming. Und in der Tat kassierten sowohl Flemming selbst gegen Levajac als auch der stark verbesserte Hörmann im Spiel gegen Bottroff am Ende des entscheidenden Satzes einen nicht returnierbaren Kanten- bzw. Netzball zum Matchball gegen sich, was reichlich Pech war. "Da sieht man eben, dass in dieser starken Liga einzelne Bälle den Ausschlag geben können", so Flemming weiter. Doch die Form der Burgstädter ist gut und auch die Psyche intakt. Mit 7:5 Punkten weist der TV unverändert ein positives Punkteverhältnis auf und das soll auch nach dem Spiel gegen die Kölner so bleiben.
"Wir spielen natürlich auf Sieg aber auch mit einem Unentschieden wären wir am Ende zufrieden" so Flemming weiter. Der TV wird wieder mit seiner Stammformation antreten, neben Flemming und Hörmann werden also auch das kubanische Kraftpaket mit der Zauberhand Andy Pereira sowie der druckvoll agierende Piotr Fedotov zum Einsatz kommen. Nachdem zuletzt beide Doppel verloren gingen, überlegen die Burgstädter auch die Doppel zu variieren. "Das ist sicher eine Option, die wir im Laufe der Woche entscheiden und entsprechend trainieren werden", äußert sich TV-Abteilungsleiter Robert Nachtrab, damit der Start ins Match besser als gegen Dortmund gelingt. Los geht es in der Hilpoltsteiner Stadthalle um 14 Uhr. Hochklassige Spiele sind im vorletzten Heimspiel der Hinrunde garantiert, so dass sich das Zuschauen sicher lohnt.


