Teil eins des Großkampftages gehörte dem Gastspiel der Berliner Hertha, die sich in akuter Abstiegsnot befindet, nicht zuletzt weil sie den Abgang des ehemaligen Hilpoltsteiners Philipp Floritz nach Oldenburg nicht kompensieren konnte. Doch die Liga einfach abzuschenken, kam für die Berliner nicht infrage. Um die Wende doch noch zu schaffen, haben sie in der Winterpause mit dem Russen Alexander Shibaev, dem Schweden Jens Lundquist, Serbiens Tischtennis-Legende Aleksandar Karakasevic und den Japaner Yuta Limura gleich vier Hochkaräter unter Vertrag genommen. Da Shibaev und Lundquist bereits gegen Saarbrücken zum Einsatz kamen, stehen sie aufgrund des in Deutschland gültigen Zweitspielverbots nicht mehr zur Verfügung. Dennoch: Dass zwei Spieler, die um die 2500 QTTR-Punkte auf ihrem Konto haben, für lediglich eine Partie verpflichtet wurden, sprengt alle bisher da gewesenen Dimensionen in der 2. Liga. Und Berlin ist kein Einzelfall: Auch beim TV Worms-Leiselheim wurde mit dem Russen Kirll Skatchkow ein Spieler mit Erstliga-Qualität für gerade mal eine Begegnung geholt – und das, obwohl sich die Wormser Vorstädter keineswegs in Abstiegsnöten befinden. Hier deutet sich eine neue Zeitrechnung im Tischtennis-Sport an.
Leidtragende dieser Entwicklung könnten die Vereine werden, die nicht über derartige Geldmittel verfügen und auf den eigenen Nachwuchs setzen (müssen), wie etwa Hilpoltstein. Doch das ist Zukunftsmusik. Noch ist das Hilpoltsteiner Erfolgstrio mit Andy Pereira, Flemming und Petr Fedotov in der Lage, jedem Gegner seinen Stempel aufzudrücken – normalerweise jedenfalls. Doch im Mittelpunkt stand am Sonntag ein Anderer: Sebastian Hegenberger – doch davon später mehr.
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TV Hilpoltstein - Hertha BSC Berlin 5:5: Flemming/Danzer - Nagy/Wosik 3:2, Pereira/Fedotov - Iimura/Kuzmin 3:1, Pereira - Iimura 3:0, Flemming - Nagy 1:3, Fedotov - Wosik 1:3, Hegenberger - Kosowski 0:3, Pereira - Nagy 3:0, Flemming - Iimura 2:3, Fedotov - Kosowski 2:3, Hegenberger - Wosik 3:2.


