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Prickelnder Nervenkitzel im bayerischen Derby

Hilpoltstein (bb) – Nach dem tollen Abschneiden beim Bundesranglistenfinale TOP wollen die Tischtennis-Asse des TV Hilpoltstein in der 2. Bundesliga ihren ersten Sieg einfahren. Das wird zwar schwer, aber nicht unmöglich. Der einstige Titel-Favorit SC Fürstenfeldbruck hat nach drei Spielen nur einen Zähler mehr auf dem Konto als Bindhammer und Co – allerdings haben die „Brucker“ erst mal Heimrecht. Das bayerische Derby steigt am Sonntag um 14 Uhr in der Fürstenfeldbrucker Jahn-Halle.


Im württembergischen Nattheim haben die Hilpoltsteiner Cracks wieder einmal gezeigt, was in ihnen steckt. Rang 2 durch Titelverteidiger Alexander Flemming, Platz 5 durch Nico Christ, der 14. und der 16. Rang durch Dennis Dickhardt und Arne Hölter: inmitten der deutschen Tischtennis-Elite wurden die Hilpoltsteiner nicht nur zum teilnahmestärksten, sondern – nach den deutschen Meisterschaften zum zweiten Mal –  zum erfolgreichsten Verein eines hochkarätigen offiziellen Turniers.


Das macht Mut für das schwere Auswärtsspiel in Fürstenfeldbruck. Die Oberbayern haben erst einen Sieg eingefahren (gegen Mainz), auswärts jedoch in Bad Königshofen und in Grünwettersbach klar verloren. Am heutigen Samstag müssen sie in Passau antreten – wenn sie da verlieren, stehen sie bereits mit dem Rücken zur Wand, und das Match gegen den bayerischen Rivalen TV Hilpoltstein wird zum Zitterspiel. Alexander Flemming (bisher 4:2-Siege), Nico Christ (1:4), Arne Hölter (1:3), Dennis Dickhardt (1:1) und Felix Bindhammer (0:2) haben bis dato zwar auch noch keine Bäume ausgerissen, aber ihr 5:5 beim Tabellenführer TSV Bad Königshofen zeigt, dass sie auch gegen TOP-Teams punkten können.


Bei Fürstenfeldbruck kommt es darauf an, wie die Doppel ausgehen und ob deren vorderes Paarkreuz stabil genug für die besten Liga ist. Die Nr. 2,  der 17-jährige deutsche Jugend-Nationalspieler Florian Schreiner (2:3), hat beim TOP 48 mit seinem 3. Platz hinter Flemming durchaus überzeugt, doch Neuzugang Zhao, Tian Ming, ein 23-jähriger Chinese, hat offenbar noch Anpassungsschwierigkeiten. Seine 3:3-Bilanz ist eher enttäuschend, was aber zeigt: Die 2. Liga Süd ist im vorderen Paarkreuz bärenstark – hier kann fast jeder gegen jeden gewinnen, und hier liegt für Hilpoltstein auch der Schlüssel zum Sieg. Im hinteren Paarkreuz besitzt „Bruck“ mit dem 23-jährigen britischen Olympia-Botschafter Darius Knight (3:0) eine echte „Bank“. Allerdings hat der Kroate Tomislav Zubcic wohl ebenso eine kleine Krise (1:2) wie sein Landsmann Bojan Crepulja (0:1).


Wer von den fünf Hilpoltsteinern letztlich aufläuft, entscheidet sich wie immer erst kurz vor dem Match – gewinnen können sie alle. Fürs Selbstvertrauen wichtig wäre ein Erfolg im Doppel. Was der ausmacht, hat man in den bisherigen Spielen gesehen: Das bisher einzig gewonnene Doppel führte in Königshofen gleich zum Punktgewinn.


Die Hilpoltsteiner Tischtennisspieler hoffen auf Unterstützung bei der nur einstündigen Fahrt ins Oberbayerische. Im Mannschaftsbus sind noch einige Plätze frei. Anmeldungen nimmt Bernd Beringer unter 09174/9393 entgegen.