Hilpoltstein (HK) – Er soll ja seine eigenen Gesetze haben, der Pokal. Ein inflationär verwendeter Topos, der regelmäßig als Erklärung für überraschende Ergebnisse herhalten muss. Erklärungsbedarf benötigte der TV Hilpoltstein am Sonntag keinen. Ganz im Gegenteil: Wer sich nach neun Stunden mit drei ebenso spektakulären wie unerwarteten Siegen durchgesetzt, den Ruf als Pokalschreck untermauert, wertvolle Erkenntnisse gesammelt und nicht zuletzt das Achtelfinale des DTTB-Pokals erreicht hat, darf sich getrost in den Feiermodus begeben. Besser konnte die neue Saison für den Tischtennis-Zweitligisten TV Hilpoltstein nun wirklich kaum beginnen – und das trotz widriger Umstände.
Ersatzgeschwächter TV Hilpoltstein überrascht
Da wären die Krankenstände des Hilpoltsteiner Personals. Kapitän Alexander Flemming hatte eine Entzündung im Knie und sich mit Schmerzmitteln vollgepumpt. Mathias Danzer plagte eine ähnliche, wenngleich nicht so heftige Blessur. Hannes Hörmann zwickte nach einem Trainingslager des DTTB der Rücken und Andy Pereira war nach überstandener Corona-Infektion sowie einer Fischvergiftung noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Der Russe Petr Fedotov stand gar nicht erst zur Verfügung. Kein Wunder, dass sich die beiden Abteilungsleiter Robert Nachtrab und Uli Eckert vom Spielverlauf überrascht zeigten: „Mit diesem Erfolg haben wir angesichts der Vorgeschichte nicht gerechnet.“
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