Am kommenden Sonntag (14 Uhr) spielen die Tischtennis-Cracks des TV Hilpoltstein nicht nur gegen einen Favoriten der 2. Bundesliga, sondern auch gegen das vorhergesagte Frühlingswetter an. Dennoch lohnt sich der Spaziergang in die Hilpoltsteiner Badstraße, denn der Gegner ist attraktiv wie sein Name: Grünwettersbach.
Das vorletzte Heimspiel der Saison steht für Bindhammer und Co unter besonderen Vorzeichen. 5:1 führten die entfesselt aufspielenden Mittelfranken in der Vorrunde schier uneinholbar. Doch dann geschah das Unfassbare: Arne Hölter und Alexander Flemming verspielten beide 2:0-Satzführungen und verkrampften ebenso wie Dennis Dickhardt, der gegen einen unbekannten indischen Ersatzmann verlor. Die Sensation war abgewendet, die Hilpoltsteiner erlitten einen Schock, von dem sie sich im Verlauf der Saison nicht mehr erholten.
Jetzt wollen es die Mittelfranken besser machen und ihre letzte Chance wahrnehmen, um den ASV Grünwettersbach doch noch vom sechsten Platz zu verdrängen, der für ein Relegationsspiel gegen den Sechsten der 2. Bundesiga Nord reichen könnte. Dabei sind die TV-Asse selbst bei einem Sieg auf Schützenhilfe ihrer Konkurrenten angewiesen, denn die international erfahrene Truppe aus dem wohlhabenden Karlsruher Vorort benötigt aus den dann verbleibenden vier Spielen nur noch zwei Zähler, um den lästigen Verfolger loszuwerden. Hilpoltstein hat zwar das deutlich leichtere Restprogramm, aber sieben Punkte Vorsprung aufzuholen ist fast unmöglich.
Da hilft nur noch das Motto: „Nichts ist unmöglich!“ Also gehen die fünf Hilpoltsteiner mit Mut in ihr nächstes Schicksalsspiel gegen das zuletzt etwas“wetterwendische“ Grünwettersbacher Star-Ensemble. Dessen Nr. 1, der wallisische Nationalspieler Adam Robertson, der vor allem in der Rückrunde (3:6 Siege) nicht besser abschnitt als seine Hilpoltsteiner Paarkreuz-Gegner Alexander Flemming (4:6) und Nico Christ (3:6), schwächelt ein bisschen. Vor allem von Christ, der nach glänzenden Leistungen von den deutschen Einzelmeisterschaften mit einer Bronzemedaille im Doppel zurück kam, darf man mehr erwarten als im Vorrunden-Match, bei dem er gänzlich leer ausgegangen war. Allerdings stellt der zweite Grünwettersbacher Spitzenspieler Lei Yang (5:3), ehemals deutscher Vizemeister und Bezwinger von Timo Boll, ebenfalls eine hohe Hürde für beide Hilpoltsteiner dar.
Auf dem Papier schlechter sieht's für die Heimmanschaft im hinteren Paarkreuz aus. Arne Hölter (2:7), Dennis Dickhardt (1:3) und Felix Bindhammer (0:3) haben die deutlich schlechtere Rückrunden-Bilanz vorzuweisen als die beiden Ex-Internationalen Rade Markovic (4:2) und Geir Erlandsen (4:1), sie sind jedoch gerade gegen die starken „Oldies aus Baden“ immer für eine Überraschung gut. Vorentscheidend könnten die Doppel sein, wobei selbst zwei Siege kein Garant für einen doppelten Punktgewinn sind, wie man in der Vorrunde gesehen hat.
Erfahrungsgemäß sind die Spiele gegen Grünwettersbach besonders „prickelnd“. Die Spannung erhöhen soll eine Sonderverlosung, bei der es wertvolle Gutscheine eines Hilpoltsteiner Sportfachgeschäftes zu gewinnen gibt. Die Glücksfee könnte am Sonntag also gleich mehrfach zuschlagen...

