Wieder Platz 6 für Hilpoltsteins Tischtennis-Jungs bei der Deutschen Mannschafts-Meisterschaft

Hilpoltstein (ue) - Es sollte der Höhepunkt und erfolgreiche Abschluß einer langen Saison für die Jugend und die Tischtennisabteilung des TV Hilpoltstein werden. Die Tischtennisjugendmannschaft des TV Hilpoltstein hatte sich zum 4mal in Folge als Bayerischer Mannschaftsmeister für die Deutschen Jugendmannschaftsmeisterschaften qualifiziert und sich auch durchaus berechtigte Chancen ausgerechnet um den Titel mitzuspielen. Doch vor gut 3 Wochen nach der Auslosung herrschte bei den Burgstädtern Aufregung und Ratlosigkeit. Jugendnationalspieler Hannes Hörmann stand nicht mehr auf der Teilnehmerliste.

Elias Schlierf, Sebastian Bader, Johannes Stumpf, Sebastian Hegenberger und Matthias Danzer

Zeitgleich zu den Deutschen Jugendmannschaftsmeisterschaften hatte der Deutsche Tischtennisbund (DTTB) wie im Vorjahr erneut den zweiten Vorbereitungslehrgang für die Jugendeuropameisterschaft angesetzt wo Hannes Hörmann eingeladen war. Der DTTB und der chinesische Bundestrainer machten Hörmann und dem in der Abteilungsleitung für die Jugend verantwortlichen Uli Eckert klar, dass Hörmann nur eine Chance hat zur Jugendeuropameisterschaft zu kommen wenn er am Lehrgang teilnimmt. Was für ein Unding. Da steht die wichtigste Jugendmannschaftsmeisterschaft in Deutschland an und der DTTB stellt den Spieler und den Verein vor die Wahl entweder für Hilpoltstein zu spielen aber dafür sicher nicht für die EM berücksichtigt zu werden.

Nach viel Aufregung und Gesprächen reisten die Hilpoltsteiner ohne ihre Nummer 1 nach Weiterstadt, Hessen. Aufgrund des Fehlens von Hörmann bekam man dann auch noch die Gruppe mit dem Deutschen Meister 2018 Gievenbeck und dem Vizemeister Hertha BSC Berlin zugelost. Gegen die Berliner unterlagen dann die Burgstädter mit 4:6  äußerst knapp da Sebastian Hegenberger/Matthias Danzer  nur ein Sieg  von Hegenberger gegen Hoang  gelang und beide  gegen Voßkühler unterlagen der die Überraschung des Turniers wurde. Im hinteren Paarkreuz überzeugte Johannes Stumpf mit zwei Siegen aber für Sebastian Bader waren die Berliner zu stark.

Im zweiten Spiel gegen den Titelverteidiger Gievenbeck gingen die Hilpoltsteiner mit 0:6 unter wobei es durchaus auch 3:3 hätte stehen können, so vergab zum Beispiel Matthias Danzer gegen  den Spitzenspieler und  Deutschen Vizemeister im Doppel  Bosbach bei 2:1 Satzführung und 10:9 einen Matchball, den Bosbach mit einem Kantenball aus der Ballonabwehr abwehrte. Im letzten Spiel gegen den hessischen Vertreter Fehlheim gelang ein 6:2 Sieg durch 2 Siege von Hegenberger und Danzer sowie dem Doppel Hegenberger/Danzer und dem Sieg von Sumpf. Sebastian Bader blieben nur Satzgewinne im Doppel mit Elias Schlierf und im Einzel. Somit konnte Hilpoltstein nur noch um Platz 5 bis 8 Spielen. Berlin und Gievenbeck kamen ins Halbfinale und trafen sich später  wie im Vorjahr im Finale diesmal mit dem besseren Ende für Berlin.

Hilpoltstein stellte sich zu Recht die Frage was mit Hannes Hörmann alles möglich gewesen wäre da man ohne ihn gegen den Deutschen Meister nur 4:6 verloren hatte. Mit einem hart erkämpften 6:2 Sieg gegen Weitefeld-Langen spielte Hilpoltstein wie im letzten Jahr um Platz 5. Im Spiel gegen Weitefeld stand es 2:2 ehe Stumpf und auch Sebastian Bader mit seinem ersten Sieg jeweils mit 11:9 im Entscheidungssatz gewannen und Hegenbergers zweitem Sieg folgten. Danzer setzte dann den Siegpunkt.

Im Spiel um Platz 5 ging es gegen Freiburg die mit ihrem Nationalkaderspieler Sven Hennig top besetzt waren. Sebastian Hegenberger war durch muskuläre Probleme stark eingeschränkt, pausierte im Doppel und unterlag dann Nick Do unglücklich mit 9:11 im Entscheidungssatz. Matthias Danzer machte sein bestes Spiel, gewann gegen Do und unterlag in einem Klassespiel im Entscheidungssatz Hennig.  Johannes Stumpf gelang ein weitere Sieg gegen Scheierke aber den Freiburger Siegpunkt zum 3:6 gegen Rowinski musste er dann zulassen.

Am Ende steht ein Platz 6 in Deutschland und die Tatsache dass man zu den Top Teams in Deutschland gehört aber die Erwartungshaltung in Hilpoltstein ist aufgrund des vorhandenen Potentials enorm und wer weiß ob nochmal so eine Chance kommt ganz vorne in Deutschland zu sein. Die diesmalige Chance hat ausgerechnet der Veranstalter der Deutsche Tischtennis Bund verhindert indem er mit seinem EM Vorbereitungslehrgang Hannes Hörmann abberufen hat. Jetzt kann man nur hoffen dass Hörmann zur Jugendeuropameisterschaft berufen wird dass zumindest er einen Erfolg hat nachdem der mögliche Deutsche Mannschaftsmeistertitel geopfert wurde. Sollte der DTTB Hörmann nicht nominieren  gebe es auf Hilpoltsteiner Seite nur Verlierer und das auf einem Niveau wo andere Vereine nur träumen können.

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Leser-Kommentare zu dieser Nachricht:

  • Jürgen Scheller
    am 09.07.2019
    Und wenn ich dann die Auftritte von Fadeev bei diesem Turnier sehe, ist für mich die Entscheidung des DTTB, auf Hannes zu verzichten, noch weniger nachzuvollziehen.
  • Jürgen Scheller
    am 09.07.2019
    Und wenn ich dann die Auftritte von Fadeev bei diesem Turnier sehe, ist für mich die Entscheidung des DTTB, auf Hannes zu verzichten, noch weniger nachzuvollziehen.
  • Jürgen Scheller
    am 25.06.2019
    Hier wurde der Jugendsport/Breitensport ein Opfer von Nationalem Interesse. Ich finde die Entscheidung vom DTTB sehr traurig. Vor allem für die übrigen Mannschaftskameraden muss das doch eine herbe Enttäuschung gewesen sein. Denen wurde die Chance auf die Deutsche Meisterschaft genommen.

    Lasst euch nicht entmutigen, HIP ist seit vielen Jahren auf dem richtigen Weg.

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