Vor dem Bayern-Derby: Hilpoltstein zu Hause gut wie nie

Hilpoltstein (bb) – Hilpoltsteins Tischtennis-Asse spielen eine große Saison. Erst drei Niederlagen in dreizehn Pflichtspielen: So gut waren die Hipperer selten. In den letzten sieben Spielen der eingleisigen 2. Bundesliga blieben sie ungeschlagen, die letzten beiden 6:1-Erfolge gegen Leiselheim und vor allem gegen zuletzt starke Kölner sprechen Bände. Doch geht die Siegesserie auch weiter?

Alex Flemming

Zu Beginn der Rückrunde werden die Gegner wieder deutlich besser. Am Sonntag, 5. Januar, um 14 Uhr kommt es zum Spitzenspiel gegen den punkt- und spielgleichen Tabellennachbarn TTC Fortuna Passau – und da ist Revanche angesagt (ausführliche Vorschau folgt). Im ersten Punktspiel der Saison hatten die Burgstädter in der Drei-Flüsse-Stadt noch 3:6 verloren. Und als dann noch die nächsten beiden Pflichtspiele verloren gingen – das Pokal-Aus im Achtelfinale gegen Celle und die anschließende 0:6-Schlappe beim Meisterschaftsfavoriten Bad Homburg taten richtig weh – dachten viele: Die Hilpoltsteiner erleben eine ähnlich schlechte Saison wie 2018/2019. Doch weit gefehlt.

Von Stund‘ an verloren Flemming und Co kein Match mehr. Lediglich in Dortmund und in Bad Hamm sprang nur ein Punkt heraus, zu Hause jedoch gaben sie bislang keinen Zähler ab. Das ist einmalig in der Bundesliga-Historie des Turnvereins. Wenn diese Serie auch in der Rückrunde anhält, spielt der TV Hilpoltstein sogar um die Meisterschaft mit. Gründe dafür gibt es genügend.
Vor allem die Doppel sind nach der Umstellung deutlich besser geworden als zu Beginn der Saison. Reitspies/Dickhardt haben sich nach dem Fehlstart gefunden, und Alexander Flemming zeigt wieder einmal – egal ob mit Sanchi oder wie zuletzt mit Hannes Hörmann an der Seite – dass er zu den besten Doppelspielern Deutschlands gehört.

Auch im Einzel hat der Kapitän mächtig zugelegt. 8:6 Siege im Spitzenpaarkreuz sind – zumal  er ja immer zuerst gegen den Einser des Gegners dran kommt – für ihn ein ausgezeichnetes Ergebnis. David Reitspies hat noch ein kleines bisschen besser abgeschnitten (10:7), und auch Dennis Dickhardt kann angesichts seiner schwierigen beruflichen Situation mit 8:6 Siegen recht zufrieden sein. Jetzt ist er nach Frankfurt umgezogen, und „das Training kann nur besser werden“.

Erfolgreichster Akteur auf Hilpoltsteiner Seite war – für viele Experten überraschend – Francisco Sanchi. Der argentinische Nationalspieler steht mit 8:2 Siegen an der Spitze der Bestenliste im hinteren Paarkreuz und rückt jetzt an Position drei im Hilpoltsteiner Team vor. Auch die 2.300 TTR-Leistungspunkte hat der 20-Jährige geknackt. Er ist auf dem besten Weg zum Publikums-Liebling.

Drei Heimspiele in Folge können das Tabellenbild – Hilpoltstein ist derzeit Dritter – noch  kräftig durcheinander bringen. Ob zugunsten des TV Hilpoltstein, hängt davon ab, ob die Spieler in Bestform aus der Winterpause kommen.

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