Unglaubliche Geschehnisse beim Tischtennis-Marathon

Hilpoltstein (bb) - Mit drei Auswärtsspielen an drei Tagen musste der Tischtennis-Zweitligist TV Hilpoltstein am Wochenende Schwerstarbeit verrichten. 1.500 Kilometer im Kleinbus, fast 36 Stunden im Einsatz und dann noch mit geschwächter Mannschaft bei der schnellsten Ballspiel-Sportart der Welt bestehen – ein Härtetest ohnegleichen.

Tischtennis-Marathon Teil 1: Am Samstagfrüh kurz nach drei Uhr kamen die Cracks des TV Hilpoltstein nach 14-stündiger Reise übermüdet nach Hause. Aber sie hatten einen wertvollen 9:5-Auswärtssieg im Gepäck – die erhoffte Revanche für die bittere 7:9-Vorrunden-Niederlage gegen die Erstliga-Reserve des 1. FC Saarbrücken war mit einem sicheren 9:5 tatsächlich gelungen. Dies wog umso schwerer, als „Oldie“ Tomas Demek ohne Training direkt aus dem Grippe-Bett in den Hilpoltsteiner Bus gestiegen war. Im Doppel feierte er zwar an der Seite des überragenden Andras Podpinka den sechsten Sieg hintereinander, doch dann war er mit seinen Kräften am Ende. So wurde Felix Bindhammer zusammen mit Podpinka und den Doppeln zu Matchwinnern vor trostloser Kulisse.

FC Saarbrücken II – TV Hilpoltstein 5:9  Nuytinck/Dickhardt – Demek/Podpinka 9:11, 3:11, 11:9, 9:11; Crepulja/keiling – Flemming/Kreprlik 11:6, 11:9, 8:11, 7:11, 10:12; Wang/Wagner – Bindhammer/Möst 4:11, 11:5, 3:11, 10:12; Crepulja – Kleprlik 8:11, 5:11, 14:12, 11:8, 6:11; Nuytinck – Flemming 11:6, 12:10, 10:12, 8:11, 11:5; Wang – Demek 11:6, 11:9, 7:11, 9:11, 11:4; Dickhardt – Podpinka 8:11, 6:11, 7:11; Waagner – Mösst 11:5, 11:5, 9:11, 11:4; Keiling – Bindhammer 5:11, 9:11, 4:11; Crepulja – Flemming 10:12, 10:12, 9:11; Nuytinck – Kleprlik 11:9, 7:11, 11:8, 10:12, 12:10; Wang – Podpinka 11:9, 10:12, 8:11, 9:11; Dickhardt – Demek 11:4, 11:5, 11:8; Wagner – Bindhammer 11:6, 5:11, 11:8, 11:13, 9:11.

Tischtennis-Marathon Teil 2: Erneut war es das Hilpoltsteiner Urgestein Felix Bindhammer, das ein schon verkorkstes Match noch aus dem Feuer riss. Beim FC Tegernheim, der mit dem kranken Jugend-Nationalspieler Christoph Schmidl seine Personalnot kompensieren musste, sah es schon nach einem Unentschieden aus, denn Bindhammer lag nach 1:2 Sätzen im vierten Durchgang 1:7 und dann gar 2:9 gegen den starken Gregor Clemens Förster zurück, und am Nebentisch war das Schlussdoppel schon für Tegernheim entschieden. Doch plötzlich geschah das Unfassbare: Der wiedererstarkte Hilpoltsteiner holte Punkt um Punkt auf, versetzte seinen Gegner in Angst und Schrecken und beendete schließlich siegreich eines der denkwürdigsten Spiele seines Lebens. Hilpoltstein hatte in einem seltsamen Match mit vier abgeschenkten Spielen viel Glück, zum ersten Mal überhaupt gegen Tegernheim und eine alte Erkenntnis gewonnen: Wenn man den Lauf hat, kann einen fast nichts aus der Bahn werfen.

FC Tegernheim – TV Hilpoltstein 6:9  Krcil/Grozdanov – Demek/Podpinka 9:11, 11:5, 5:11, 11:9, 11:4; Schmidl/Bufka – Flemming/Kleprlik 0:11, 0:11, 0:11; Pitchford/Förster – Bindhammer/Möst 11:6, 11:7, 11:9; Krcil – Kleprlik 7:11, 5:11, 9:11; Grozdanov – Flemming 8:11, 11:6, 11:8, 11:13, 13:11; Schmidl – Demek 0:11, 0:11, 0:11; Pitchford – Podpinka 5:11, 11:7, 11:3, 4:11, 8:11; Förster – Möst 8:11, 15:13, 11:8, 11:9; Bufka – Bindhammer 5:11, 8:11, 6:11; Krcil – Flemming 5:11, 11:3, 11:4, 7:11, 11:4; Grozdanov – Kleprlik 4:11, 8:11, 7:11; Schmidl – Podpinka 0:11, 0:11, 0:11; Pitchford – Demek 11:0, 11:0, 11:0; Förster – Bindhammer 11:4, 11:9, 11:13, 9:11, 8:11; Bufka – Möst 7:11, 3:11, 3:11.

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