TV kassiert Höchststrafe zu Saisonauftakt

Hilpoltstein (fs) - Das war dann alles andere als der erhoffte Auftakt in die neue Tischtennis-Bundesligasaison: mit 0:6 ging das erste Saisonspiel der Burgstädter gegen Tabellenführer Mainz so richtig in die Hose. Und das, obwohl überraschenderweise Neuzugang Petr Fedotov doch zur Verfügung stand.

Alex Flemming

Aber der Reihe nach. Noch bis Donnerstag dachte man auf Seiten der Hilpoltsteiner, dass dem TV nicht nur Andy Pereira sondern auch Petr Fedotov fehlen würde. Alle rechneten damit, dass neben den gesetzten Flemming und Mühlbach wie schon im Pokal die Hilpoltsteiner Youngsters Hörmann, Danzer und Hegenberger wieder zum Einsatz kommen würden. Doch zur Überraschung aller meldete sich Fedotov am Freitag einsatzbereit. So keimte dann auch gleich ein wenig Hoffnung für das sonntägliche Spiel in Mainz auf.

Leider erwischte das Hilpoltsteiner Quartett einen unglücklichen Start. Sowohl das Duo Fedotov/ Mühlbach als auch Alex Flemming mit Hannes Hörmann mühten sich nach Kräften, konnten jedoch die jeweiligen 2:3-Niederlagen der beiden Eingangsdoppel nicht verhindern. In Fedotovs erstem Einzel gegen den sehr starken Mainzer Pututinca lief es ebenfalls noch nicht rund. Fedotov musste immer einem knappen Rückstand hinterherlaufen und konnte noch nicht so locker aufspielen, wie erhofft. Immerhin verlangte er seinem Gegenüber alles ab und verlor trotz phasenweise überzeugender Leistung nur knapp in vier Sätzen. Als am Nebentisch Alex Flemming dann noch eine 2:0-Satz- und 8:4-Führung im dritten Satz gegen den italienischen Nationalspieler Carlo Rossi aus der Hand gab, war es um die Burgstädter geschehen. 0:4 stand es zu diesem Zeitpunkt und die Verunsicherung war dem TV anzumerken. Dennoch zeigten Hörmann und Mühlbach im hinteren Paarkreuz gute Leistungen. Doch zu einem Sieg reichte es auch in diesen Begegnungen nicht. Nach gewonnenem ersten Satz musste Hörmann in den drei folgenden Sätze die Überlegenheit seines Kontrahenten Abdullah Yigenler anerkennen und Hermann Mühlbach konnte gegen seinen früheren Schützling Mladenovic bei der knappen 2:3 nur kurzzeitig am Sieg schnuppern. Das 0:6 ist eine derbe Niederlage, die bei genauem Hinsehen aber deutlich zu hoch ausfiel.

„Uns hat heute die nötige Frische und das Quäntchen Glück gefehlt“, resümierte TV-Kapitän Flemming nach dem Match. Die vielen Unsicherheiten im Vorfeld des Spieles und die fehlende gemeinsame Vorbereitung haben uns sicher belastet. Doch das Hilpoltsteiner Quartett kann auch ein paar positive Dinge aus der Niederlage ziehen, so kurios sich das auch anhört. Fedotov hat heute bereits sein großes Potential angedeutet und alles Spiele waren sehr knapp und umkämpft. „Wir haben gezeigt, dass wir auf diesem Niveau mithalten können. Und im nächsten Spiel, dem ersten Heimspiel der Saison gegen den BVB Borussia Dortmund, ist dann auch Pereira an Bord, dann sind wir sicherlich noch ein ganzes Stück stärker“ so Flemming optimistisch.

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