TV Hilpoltstein II steigt in die Regionalliga auf

Hilpoltstein / Fürstenfeldbruck - Nach einem langen Tischtennistag stand nach 15 Stunden fest – erstmals spielt der TV Hilpoltstein II in der Regionalliga, in der Liga wo lange Jahre auch Hilpoltsteins erste Mannschaft agierte. Nachdem aus der Regionalliga außer Meister Versbach auch Bayern München in die 3. Bundesliga aufsteigt und die Bundesligareserve von Post Mühlhausen in die Thüringenliga zurückzieht qualifizieren der Tus Fürstenfeldbruck und der TV Hilpoltstein II als zweiter der Relegation sicher für die Regionalliga.

Hannes Hörmann und Jaka Golavsek

Zum Auftakt in die Regionalliga-Relegation musste die zweite Herrenvertretung des TV Hilpoltstein eine bittere Niederlage hinnehmen: im Dreierturnier mit Regionalligist TuS Fürstenfeldbruck und dem anderen Oberligazweiten MTV Hettstedt startete sie nach vierstündigem Kampf mit einer ganz knappen 7:9-Niederlage gegen den gastgebenden Favoriten Fürstenfeldbruck. Nachdem die Gastgeber anschließend mit Hettstedt einen kurzen 9:2-Prozess machten, mussten die Burgherren am Abend gegen Hettstedt mindestens einen Punkt holen, um sich als Zweiter für die höhere Spielklasse zu qualifizieren.

Gegen Fürstenfeldbruck um den Ex-Hilpoltsteiner Andras Podpinka hatte man einen tollen Start erwischt und konnte gleich zwei Eingangsdoppel gewinnen: Hörmann/Golavsek sowie Kabacinski/Stumpf feierten hier umkämpfte Viersatzsiege über Bu Shulaybi/Wittig und Sampakidis/Krämer.

In den Einzeln gab es allerdings meistens nichts zu holen für die junge Hilpoltsteiner Truppe, lediglich Tomek Kabacinski, der scheidende Jaka Golavsek und Matthias Danzer konnten TV-Siege einfahren: Jaka Golavsek zeigte sich in seinen (vor-)letzten Einzeln von seiner allerbesten Seite, als er dem jungen Petros Sampakidis in vier Sätzen kaum eine Chance ließ. In einem slowenisch-ungarischen Duell zeigte er zudem noch tolle Nervenstärke und besiegte seinen Kontrahenten Zoltan Csetle mit 12:10 im entscheidenden Satz. Mit diesem hatten Tomek Kabacinski zuvor noch kurzen Prozess gemacht (3:1), ehe es gegen Sampakidis in den Entscheidungssatz ging – mit dem besseren Ende für den TV-Routiniert. So konnten gleich alle vier Duelle des Hilpoltsteiner Paradepaarkreuzes gewonnen werden. Bitter verliefen hinten die Auftritte von Johannes Stumpf, der in seinem zweiten Einzel gegen Daniel Wittig mit 10:12 im letzten Satz den Kürzeren zog, nachdem er zuvor gegen Routinier Andreas Krämer recht chancenlos geblieben war. Ähnlich war es auch Matthias Danzer in seinem zweiten Einzel gegangen, immerhin hatte er zuvor Daniel Wittig in fünf Sätzen niedergehalten.

Ganz ohne Chance waren diesmal die beiden größten TV-Talente mit Hannes Hörmann und Sebastian Hegenberger: gegen den ungarischen Ex-Weltklasseakteur Andras Podpinka fehlte beiden Youngstern ein gutes Stück zu einem einzigen Satzgewinn. Ähnlich verlief auch das zweite Duell von Hegenberger gegen Abdulaziz Bu Shulaybi, der sich als noch zu stark erwies für den trainingsfleißigen Wahl-Münchener. Hannes Hörmann hatte letzterem großen Widerstand geleistet und nach 2:1-Satzführung noch mit 2:3 verloren. Gegen Podpinka hatte er anschließend ebenfalls keine richtige Chance. Nachdem schon vor dem Schlussdoppel klar gewesen war, dass aufgrund des schlechteren Satzverhältnisses auch ein Unentschieden am Ende zu wenig sein würde, ging dieses in Person von Hörmann/Golavsek glatt gegen Podpinka/Csetle verloren.

Ergebnisse: TuS Fürstenfeldbruck – TV HIP II 9:7

 

9:7 Erfolg im Abendspiel gegen MSV Hettstedt

Zunächst waren Meldungen kursiert, dass nur der Sieger des Turniers, die TuS Fürstenfeldbruck, kommende Saison in der Regionalliga antreten darf. Doch glücklicherweise bestätigten sich diese nicht für die Burgherren, die im Abendspiel den anderen Oberliga-Zweiten Hettstedt mit 9:7 niederhalten konnten. Dabei war das umkämpfte Spiel bereits relativ frühzeitig entschieden, hatten die Burgherren doch beim Stande von 8:4 bereits ein Unentschieden sicher, was aufgrund der knapperen Niederlage (7:9) gegen Fürstenfeldbruck gegenüber dem Kontrahenten (2:9) bereits die Entscheidung pro Hilpoltstein bedeutete.

Dennoch wollte der TV Hilpoltstein beim Abschied von Jaka Golavsek das Spiel unbedingt gewinnen und tat dies nach zwischenzeitlichen Niederlagen von Golavsek, Matthias Danzer und Johannes Stumpf dann auch: die Dramaturgie wollte es so, dass ausgerechnet Golavsek an der Seite von Hannes Hörmann die Begegnung zugunsten des TV Hilpoltstein entschied mit einem glatten 3:1-Sieg über Pazdyke/Roß. Nun kannte der Jubel im TV-Lager keine Grenzen mehr, schließlich schien der Aufstieg in die vierthöchste Herren-Spielklasse vor Saisonbeginn noch mehr eine Träumerei als realistisch zu sein, zumal man immer wieder mit Verletzungssorgen zu kämpfen hatten während der gesamten Spielzeit. Doch an der Seite der unwahrscheinlich stabilen Tomek Kabacinski und Jaka Golavsek entwickelten sich die Ausnahmetalente Hannes Hörmann, Sebastian Hegenberger, Matthias Danzer und Johannes Stumpf derart positiv, dass es am Ende tatsächlich reichte. So war Teammanager Uli Eckert am Ende auch „richtig stolz auf die Jungs“, die allen im TV-Umfeld so viel Freude bereitet hatten in dieser Spielzeit.

Gleich zu Beginn hatten die Mittelfranken für ein Ausrufezeichen gesetzt mit drei Erfolgen in den Doppeln, in denen Hegenberger/Danzer gegen Pazdyke/Roß für das Break gesorgt hatten und Hörmann/Golavsek einen glatten sowie Kabacinski/Stumpf einen äußerst knappen Sieg folgen ließen. Sensationell gut agierten vorne Sebastian Hegenberger und Hannes Hörmann, die jeweils den Topmann des Gegners, Alexander Pazdyka überraschend klar niederhalten konnten, während sie gegen Viktors Sirokijs den Kürzeren zogen. Schlichtweg überragend während der gesamten Spielzeit war Tomek Kabacinski, der auch diesmal seinen Wert für die junge Truppe eindrucksvoll unter Beweis stellte und zwei glatte Siege über Tom Gerbig und Robert Roß beisteuerte. Gegen letzteren feierte Jaka Golavsek seinen letzten von zahllosen Einzelerfolgen im TV-Trikot, ehe er gegen Gerbig in fünf knappen Sätzen unterlegen war. Am anfälligsten präsentierte man sich auch am Sonntagabend im dritten Paarkreuz, in dem Matthias Danzer bei einem Sieg und einer Niederlage nur phasenweise überzeugte und Johannes Stumpf bei zwei glatten Niederlagen nichts zu bestellen hatte.

Nach dem i-Tüpfelchen unter eine herausragend positive Saison war die Freude und Erleichterung bei den zahlreichen TV-Fans ausgelassen, ab sofort können sich Uli Eckert und Co. auf die Planung für die sicher nicht einfache erste Regionalligasaison der Zweiten in der Vereinshistorie fokussieren.

Ergebnisse: MSV Hettstedt – TV Hilpoltstein II 7:9

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