Starke Gegner beim Relegationsturnier am Sonntag in Fürstenfeldbruck

Hilpoltstein (mu) – Nachdem die dritte Herrenmannschaft ihr Saisonziel in der Abstiegsrelegation der Verbandsliga vor Wochenfrist so denkbar knapp verpasst hat, möchte es die Zweite am Sonntag in Fürstenfeldbruck unbedingt besser machen: dort steigt das Relegationsturnier zur Teilnahme an der Regionalliga-Süd, an dem die gastgebende TuS Fürstenfeldbruck als Regionalligist und die beiden Zweiten der Oberligen in Bayern (Hilpoltstein) und Ostdeutschland (MSV Hettstedt) in einem Dreierfeld gegeneinander antreten.

Jaka Golavsek verlässt den TV Hilpoltstein nach der Saison in Richtung Heimat.

Für die Burgherren bietet sich eine historische Gelegenheit, schließlich war die zweite Mannschaft noch nie in der Regionalliga am Start und hat schon jetzt als Zweiter der Oberliga die beste Saison der Vereinshistorie hingelegt. Lohn dafür ist die Teilnahme am Aufstiegsturnier, bei dem der Turniersieger in der kommenden Saison in der Regionalliga an den Start gehen darf. Favorit darauf dürfte der Gastgeber sein, der mit dem Ex-Hilpoltsteiner Spielertrainer Andras Podpinka einen früheren Weltklasseakteur aufbietet, der immer noch zu den Besten in der Regionalliga zählt (21:11) und vom Bayerischen Shootingstar Mike Hollo (11:7) vorne flankiert wird. Abdulaziz Bu Shulaybi (12:15) und Petros Sampakidis (14:16) in der Mitte sind gefährlich, scheinen aber nicht unschlagbar. Gleiches gilt für Zoltan Csetle (14:15) hinten, wo man am ehesten verwundbar scheint, konnte doch keiner in der Rotation auf Rang sechs wirklich überzeugen.

Etwas anders ist der zweite Gegner vom MSV Hettstedt einzuschätzen, dessen Akteure dem TV Hilpoltstein überwiegend unbeschriebene Blätter sind: vorne agiert der Pole Alexander Padzyka (16:20) mit überschaubarem Erfolg, für den Letten Viktor Sirokijs (6:24) gilt dies noch mehr. In der Mitte scheinen beide Cracks Robert Roß (25:10) und Tom Gerbig (21:10) stark zu sein, hinten treten mit Johannes Böhme (15:15) und Paul Günther (19:10) zwei vermeintlich schlagbare Akteure an.

Der TV Hilpoltstein geht in Bestbesetzung und voller Motivation in die Duelle, will man doch unbedingt den größten Erfolg in der Mannschaftshistorie perfekt machen und sich einen Startplatz in der Regionalliga sichern, was vor der Saison kaum einer für möglich gehalten haben dürfte. Zudem wollen sich alle TV-Cracks über Gebühr engagieren, um ihrem scheidenden Mannschaftskameraden Jaka Golavsek nach fünf überaus erfolgreichen Jahren im TV-Trikot einen unvergesslichen Abschied zu bereiten. Der Slowene war vor einem halben Jahrzehnt in der Landesliga zum TV-Team gestoßen und klopft am Ende seiner TV-Zeit nur drei Klassen höher an. Er wird wie gewohnt die Mitte mit dem polnischen Spielertrainer Tomek Kabaczinski bilden, auf dem wie gewohnt große Hoffnungen liegen. Die restlichen vier Plätze nehmen die vier Ausnahmetalente im TV-Trikot ein: Hannes Hörmann und Sebastian Hegenberger wollen nach ihren z.T. schon herausragenden Leistungen im vorderen Paarkreuz der Oberliga zeigen, dass sie auch schon das Zeug zu gutem Regionalliganiveau haben. Das Talent dafür besitzen beide zweifelsohne, haben am Sonntag aber mit Podpinka und Co. auch wirklich harte Bretter zu bohren. Hinten tritt man wie immer mit Matthias Danzer und Johannes Stumpf an, die sich beide zuletzt toll entwickelt haben und für die wichtigen Punkte in den entscheidenden Situationen sorgen sollen.

Sollte es am Ende dann doch nicht ganz reichen für die TV-Cracks, muss sich ob der tollen Saison in der Oberliga sicher keiner grämen. Dass sich bei den vielen aufstrebenden Talenten eine gewisse Enttäuschung dennoch breit machen dürfte, versteht sich indes von selbst.

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