Schweres Wochenende im Kampf gegen den Abstieg - Doppelstart gegen zwei Spitzenteams

Hilpoltstein (bb) – Die Tischtennis-Asse des TV Hilpoltstein befinden sich mitten im Abstiegskampf – ihr derzeitiger Tabellenplatz Neun würde für den Klassenerhalt nicht reichen. Und noch ist kein Land in Sicht, denn das kommende Wochenende wird wohl das kniffligste der Rückrunde in der 2. Bundesliga. Ein Doppelstart auswärts/heim birgt große Strapazen in sich.

In den Doppeln liegt die Chance der Hilpoltsteiner

Am Samstag (18 Uhr) müssen Flemming und Co bei der Spitzenmannschaft des FSV Mainz 05 antreten. Die „Meenzer Jungs“, allesamt hochkarätige ausländische Talente, würden mit einem Sieg gegen die Mittelfranken den zweiten Tabellenplatz erobern. Zwar sind auch sie mit einer deftigen Niederlage in die Rückrunde gestartet (2:6 in Bad Homburg), dennoch gehen sie als klarer Favorit in diese Partie, zumal sie mit dem 18-jährigen US-Amerikaner Kanak Jha und dem gleichaltrigen Franzosen Irvin Bertrand zwei der größten Talente im Welt-Tischtennis in ihren Reihen haben. „Das wird schwer, aber nichts ist unmöglich“ macht der Hilpoltsteiner Kapitän Alexander Flemming (8:12 Siege) seinen Mannschaftskameraden David Reitspies (11:9), Dennis Dickhardt (10:10) und Francisco Sanchi (6:8) Mut.

Ähnliches gilt für das Heimspiel (Sonntag 14 Uhr, Stadthalle) gegen die alten Rivalen und Freunde vom TTC OE Bad Homburg, derzeit auf Platz Zwei der wiederum bärenstarken 2. Liga. Einen Vorteil haben die Hausherren allerdings: an heimischen Tischen haben sie noch nie gegen den ambitionierten Club aus dem finanzstarken Homburger Vorort Ober-Erlenbach verloren. Wird auch diesmal das Gesetz der Serie halten?

Wenn man sich die Bilanzen der Gäste ansieht, kann man Zweifel bekommen. Der rumänische Nationalspieler Rares Sipos (18) ziert als Nr. 7 die U-21-Weltangliste und gilt mit seiner Bilanz von 10:3-Siegen als einer der besten Ball-Artisten der Liga. Mehrere Erstligavereine haben die Fühler nach ihm ausgesteckt, doch vor einigen Tagen hat er in Ober-Erlenbach für ein weiteres Jahr unterschrieben. Ähnlich gut ist der Schwede Harald Andersson (16:7) einzuschätzen, der dafür sorgt, dass die Hessen zusammen mit Tabellenführer Borussia Dortmund im vorderen Paarkreuz das Maß aller Dinge sind.

Dennoch sind die Hilpoltsteiner Hoffnungen nicht unbegründet: Rares Sipos verlor bei den glänzend besetzten Hungarian Open jüngst 19 TTR-Leistungspunkte, während David Reitspies dort nach eigenen Worten gegen mehrere Weltklasseleute „so gut wie noch nie“ spielte und 23-TTR-Punkte quasi als „Selbstbewusstseins-Balsam“ mitbrachte. Auch Harald Andersson schwächelte zuletzt erheblich: Gegen den bisher sieglosen Tabellenletzten NSU Neckarsulm leitete er mit einer 1:3-Pleite gegen den jungen Deutschen Florian Bluhm die sensationelle 2:6-Niederlage der Homburger ein – es war die bisher größte Überraschung der Saison!

Da das hintere Paarkreuz der Hessen mit Nandor Ecseki (5:5), Alexander Valuch (11:6) und Dominik Scheja (1:5) auch keine Bäume gerissen hat, geben sich die Hilpoltsteiner noch lange nicht geschlagen, zumal sie die bessere Doppelbilanz vorweisen können und die besten Fans der Liga im Rücken haben – ein dickes Pfund in einem Schlagerspiel. Wer es nicht in die Stadthalle schafft, kann das Match im Liveticker verfolgen.

 

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