Saisonauftakt mit gemischten Gefühlen

Hilpoltstein (fs) - Das erste Spielwochenende endete für die Bundesligareserve des TV Hilpoltstein mit gemischten Gefühlen. Die Spvgg Effeltrich zeigte sich bei der 3:9-Pleite als der erwartet schwere Brocken während es tags darauf gegen Aufbau Altenburg den ersten Sieg dieser Spielzeit in gleicher Höhe gab. Erschwerend kam hinzu, dass Neuzugang Niclas Reindl dem TV kurzfristig in beiden Spielen nicht zur Verfügung stand, da es im Neutraublinger Gymnasium einen Corona-Fall gab und er daher in Quarantäne musste.

Der Ausfall von Reindl, für den Florian Seitz kurzfristig ins Team rutschte, lies bereits im Vorfeld des Spiels gegen Effeltrich die Chancen sinken, zumal diese über eine sehr starkes Team verfügt. Neu war zudem das Spielsystem, welches aufgrund von Corona auf Doppelbegegnungen verzichtet und alle zwölf Einzel (vier je Paarkreuz) ausspielen lässt, so dass die Ergebnisse von einem Unentschieden (6:6) bis zu einem klaren Sieg (12:0) reichen können.

Im Spiel am Samstag gab es gegen den Bundesligaabsteiger gleich zu Beginn die erwartet hochklassigen Spiele, in denen die Oberfranken mit 2:0 in Führung zogen. Der gewiss nicht schlechte TV-Frontmann Krcil musste gegen den Slowaken Gumann beim 0:3 dessen Überlegenheit anerkennen, während Hannes Hörmann gegen den griechischen Neuzugang Effeltrichs Marios Yangous ein Spiel auf Top-Niveau ablieferte um am Ende mit 9:11 im fünften Satz etwas unglücklich den Kürzeren zu ziehen. Den Anschluss wiederherstellen konnte dann das mittlere Paarkreuz. Mit zwei tollen und insgesamt ungefährdeten Siegen brachten Matthias Danzer gegen den erfahrenen Linkshänder Stefan Plattner (3:0) und Sebastian Hegenberger gegen Marius Zaus (3:0) den TV zurück und glichen zum zwischenzeitlichen 2:2 aus. In den darauffolgenden Spielen konnten die TV-Cracks dann leider nicht verhindern, dass Effeltrich unbeirrlich davonzog. Kabacinski verlor knapp mit 2:3 gegen den Effeltricher Csillard Szölle, während Ersatzmann Seitz gegen Rattasep beim 0:3 wenig zu bestellen hatte. In den folgenden Spielen des vorderen Paarkreuzes gab es dann die Dublette des ersten Durchgangs. Während Krcil dem quirrligen Yangous beim 0:3 nur phasenweise Paroli bieten konnte, entwickelte sich das Spiel von Hannes Hörmann zum Thriller. Schnell war der Röttenbacher im TV-Dress mit 2:0 Sätzen in Führung, ehe Guman immer besser ins Spiel fand und dieses mit 11:9 im fünften Satz knapp für sich entschied. Leider konnte das mittlere Paarkreuz im zweiten Durchgang nicht mehr an die Leistung der ersten Spiele heranreichen, so dass spätestens mit der Niederlage von Danzer gegen Zaus der Sieg Effeltrichs durch das Erreichen des siebten Punkts feststand. So war der knappe Sieg Kabacinskis gegen Rattasep nur noch Ergebniskosmetik für das in der Höhe etwas zu deutliche Endresultat von 3:9.

Umgekehrte Vorzeichen gab es dann tags darauf im Spiel gegen SV Aufbau Altenburg. Die Thüringer mussten Corona-bedingt gar auf ihr komplettes vorderes Paarkreuz verzichten, da die Spieler nicht aus Russland einreisen konnten. Dennoch waren vor allen Dingen die Spiele im vorderen Paarkreuz stark umkämpft. Frantisek Krcil konnte Pawel Kibala mit 3:1 in die Schranken weisen, verlor sein zweites Spiel gegen den Syrer Mossalla jedoch mit 0:3. Nach dem überzeugenden aber erfolglosen Auftritt des Vortages gegen Effeltrich gelang es Hannes Hörmann nicht, an diese Leistungen anzuknüpfen. Er verlor die Spiele gegen Mossalla (1:3) als auch gegen Kiballa (0:3) und war sichtlich mit sich unzufrieden. Da jedoch die restlichen Spiele klar zu Gunsten der Hilpoltsteiner ausgingen, stand nach etwas über zwei Stunden ein 9:3 Erfolg für die Hilpoltsteiner zu Buche. Dennoch konnte man sich nur gedämpft über den Erfolg freuen, da die Leistung noch nicht zu Jubelstürmen verleitete. „Wir haben noch deutliches Potential nach oben“ urteilte Abteilungsleiter Eckert dann auch über die beiden Auftritte des Wochenendes. Zwar zeigten alle Spieler hohe Einsatzbereitschaft, doch der spielerische Rhythmus hat bei dem ein oder anderen Spieler noch gefehlt. Viel Zeit zum Nachdenken haben die TV-Cracks indes nicht, denn bereits kommenden Sonntag wird mit dem TTC Hohenstein-Ernstthal eine weitere Top-Mannschaft in Hilpoltstein erwartet, die mit dem Abwehrspieler Roland Krmascheck sicher über einen der attraktivsten Akteure verfügt. Zumindest war der erste Corona-Test von Reindl negativ, so dass man hofft, gegen Hohenstein erstmals komplett antreten zu können.

 

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