Rückschlag für Hip II im Aufstiegsrennen

Hilpoltstein (mu) – Die zweite Herrenmannschaft des TV Hilpoltstein hat zum Rückrundenauftakt in der Tischtennis-Oberliga einen durchwachsenen Start hingelegt: nach einem tollen 9:3-Sieg im mittelfränkischen Derby bei der DJK Sparta Noris Nürnberg am Samstagabend unterlagen die Mannen um Spielertrainer Tomek Kabacinski im Spitzenspiel dem TV Etwashausen denkbar unglücklich mit 7:9. Dadurch ist der große Traum Regionalliga-Aufstieg für die Talentetruppe zunächst mal in weite Ferne gerückt, liegt man nun doch drei Zähler hinter den beiden Topteams aus Gräfelfing und Etwashausen.

Punktegarant Darius Kabacinski musste gegen Etwashausen seine erste Saisonniederlage hinnehmen.

Bei Sparta Nürnberg, das man in der Hinserie erst denkbar knapp mit 9:6 bezwingen konnte, war am Samstagabend gleich ein guter Start gelungen: während Hörmann/Golavsek glatt über Reichart/Ott triumphierten, gelang Hegenberger/Danzer das Break gegen Ulrich/Penga. Lediglich das dritte Doppel Kabacinski/Stumpf unterlag mit 9:11 im letzten Satz gegen Emter/Baumgärtel.

Etwas unglücklich agierte in den Einzeln Sebastian Hegenberger: gegen Dr. Ulrich blieb er zunächst ohne Chance auf einen Satzgewinn, bevor er gegen Reichart nach 2:0-Satzführung in der Verlängerung des dritten Satzes unterlag und am Ende noch mit 2:3 den Kürzeren zog. Alle anderen Duelle gingen an die hoch motivierten Burgherren, bei denen besonders der neue Frontmann Hannes Hörmann zu überzeugen wusste: weder gegen Reichart noch gegen Dr. Ulrich musste er einen Satz abgeben und wirkte in allen knappen Situationen sehr stabil.

In der Mitte hatten die beiden Topcracks Tomek Kabacinski und Jaka Golavsek kaum Mühe in ihren Duellen gegen Ott und Emter, nur ein Satzverlust mussten beide hier hinnehmen. Nervenstark präsentierte sich Johannes Stumpf hinten, als er – wie schon vor wenigen Wochen beim Vorbereitungsturnier in Scheinfeld – Baumgärtel mit zwei Punkten Unterschied im letzten Satz niederhielt. Matthias Danzer hatte derweil keine Mühe mit dem sympathischen Ur-Spartaner Mario Penga. So stand nach gut zweieinhalb Stunden Spielzeit ein glatter 9:3-Erfolg für Hilpoltstein, das sich bestens gerüstet für das Spitzenspiel wähnte.

Ergebnisse: Sparta Nürnberg – TV HIP II 3:9

Der Start ins Topspiel des Tages verlief vor 60 Zuschauern äußerst verheißungsvoll, abermals gelang hier eine 2:1-Doppelführung: Hörmann/Golavsek besiegten Michalik/Jung mit 3:0, während Hegenberger/Danzer knapp an einem abermaligen Break vorbeischrammten und Kabacinski/Stumpf (3:1 gegen Jäger/Sasse) ihren Ruf als tolles Dreierdoppel bestätigten. Es folgten zwei denkbar knappe Niederlagen vorne, bei denen man den Youngstern Hannes Hörmann (1:3 gegen Günzel, zweimal in Verlängerung) und Sebastian Hegenberger (2:3 nach 2:1-Führung gegen Michaelik) wirklich nichts vorwerfen, vielmehr eine tolle Leistung attestieren konnte. Zu allem Überfluss verletzte sich Hegenberger auch noch am Fuß, sodass er umgehend zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht wurde und in seinem zweiten Einzel gar nicht mehr antreten konnte.

Verlass war in der Folge auf Tomek Kabacinski und Jaka Golavsek, die gegen Jäger und Herbert die TV-Farben wieder in Front brachten. Diese Führung wurde vom guten Matthias Danzer gegen Jung sogar noch auf 5:3 ausgebaut, ehe Johannes Stumpf glatt gegen Sasse unterlag. Vorne belohnte sich Hörmann nach toller Leistung mit einem 3:1-Erfolg gegen den Polen Michalik, während Hegenberger kampflos abschenken musste.

Nicht wiederzuerkennen waren nun aber auf plötzlich Kabacinski und Golavsek in der Mitte: Kabacinski, bis dato noch ungeschlagen, ging gegen den jungen Herbert glatt mit 0:3 baden, nicht minder überraschend und deutlich ging die Begegnung von Golavsek an Jäger. Statt einer erhofften 8:5-Führung lagen die Burgherren nun erstmals mit 6:7 zurück. Zunächst konnte das überzeugende Teamnesthäkchen Danzer gegen Sasse (3:1) auf 7:7 ausgleichen. Doch sein Paarkreuzkollegen Stumpf brachte diesmal kaum ein Bein auf den Boden und unterlag auch gegen Jung glatt mit 0:3. So musste das Schlussdoppel die Entscheidung bringen, in dem Hörmann/Golavsek gegen Günzel/Herbert relativ deutlich mit 0:3 den Kürzeren zogen. So stand nach fast vier Stunden Spielzeit eine bittere und vermeidbare 7:9-Niederlage auf dem Spielberichtsbogen. Zudem machten sich alle TV-Akteure große Sorgen um ihren Mannschaftskollegen Hegenberger und hoffen nun inständig, dass der trainingsfleißige Youngster nicht länger ausfällt. Schon in zwei Wochen geht es mit der Begegnung gegen Bayern München II weiter für die Burgstädter.

Ergebnisse: TV HIP II – Etwashausen 7:9

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