Revanche gegen Fulda muss her!

Hilpoltstein (bb) – Die Tischtennis-Asse des TV Hilpoltstein wollen sich in der Tabelle der 2. Bundesliga weiter nach oben arbeiten. Dazu ist an diesem Sonntag (14 Uhr, Stadthalle) aber ein Sieg gegen den Tabellennachbarn TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell notwendig. Er wäre auch die Wiedergutmachung einer unglücklichen Vorrunden-Niederlage.

Dennis Dickhardt

Die Erstliga-Reserve des hessischen Topvereins steht besser da, als ihr viele Experten vor der Saison zugetraut  haben. Als Aufsteiger aus der 3. Bundesliga Nord hat man es normalerweise  schwer, sich in der starken eingleisigen und deutschlandweiten 2. Bundesliga zu halten. Doch Fulda schaffte das schier Unmögliche und etablierte sich nach der Vorrunde im Mittelfeld der Tabelle.

Und der Rückrunde lief’s nicht mehr ganz so gut: Erst zwei Punkte aus fünf Spielen, dabei kein Sieg und sogar eine Niederlage gegen den Tabellenletzten Neckarsulm: Aus dem positiven Punktekonto der Vorrunde (10:8) wurde ein negatives (12:16), und der Vorsprung auf den TV Hilpoltstein ist – bei schlechterem Spielverhältnis – auf zwei Punkte geschrumpft, Hilpoltstein würde also bei einem Erfolg an Fulda vorbeiziehen.

Doch das ist leichter gesagt als getan. Der unverwüstliche Thomas Keinath (Bilanz: 12:14), auch jetzt noch Trainingspartner von Timo Boll, lässt im Spitzenpaarkreuz immer wieder aufhorchen: Siege gegen die Ligastars Damien Eloi, Kanak Jha oder Sanil Shetty zeugen von der Klasse des ehemaligen deutschen Nationalspielers, der jetzt für die Slowakei das Landestrikot trägt. Auch gegen Alexander Flemming hat er in der Vorrunde gewonnen.

An seiner Seite agierte bisher der wohl beste deutsche Jugendspieler Meng, Fan Bo (7:9). Der 17-Jährige wurde jedoch zu Beginn der Rückrunde an der Hüfte operiert und dürfte ausfallen. Für ihn wird wohl sein Vater Meng, Qing Yu ins vordere Paarkreuz rücken, wo der erfahrene Penholderspieler gleichwohl eine gute Figur macht (5:5) und gewiss kein Kanonenfutter für Alexander Flemming (10:16) und David Reitspies (14:12) sein wird.

Der Schlüssel zum Sieg könnte also im hinteren Paarkreuz liegen: Dennis Dickhardt (12:12) und Francisco Sanchi sind bei der 3:6-Vorrunden-Niederlage total leer ausgegangen – auch deshalb, weil Sanchis Sieg gegen den „Oldtimer“ Hans-Jürgen Fischer (9:9) nicht mehr in die Wertung kam. Fuldas Ersatzmann Jose Francisco (2:11) muss also in jedem Fall geschlagen werden, wenn man die Hessen hinter sich lassen will. Und auch im Doppel muss mindestens ein Punkt her, was keine Selbstverständlichkeit ist: Die Spitzenpaarung von Fulda, Meng und Keinath (9:2), steht noch besser da als das Hilpoltsteiner Top-Duo Flemming/Reitspies (10:4).

Die Hilpoltsteiner Verantwortlichen hoffen natürlich wieder auf ihre Zuschauer. Zwei Wochen vor dem wohl alles entscheidenden bayerischen Derby gegen Fortuna Passau – die Niederbayern spielen am Sonntag zur gleichen Zeit beim Tabellenletzten Neckarsulm – „braucht unsere Mannschaft Rückenwind und Unterstützung durch die Fans“, appelliert Kapitän Alexander Flemming an die Freunde des Hilpoltsteiner Tischtennissports, mitzuhelfen, damit die Revanche gelingt.

Alle Ergebnisse auch im Liveticker.

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