Perfektes Wochenende beschert die zwischenzeitliche Tabellenführung in der Tischtennis Regionalliga

Hilpoltstein (mu) – Die zweite Tischtennismannschaft des TV Hilpoltstein hat ein zweites perfektes Wochenende in Folge hingelegt. Nach den beiden Siegen zum Rückrundenauftakt letzte Woche und dem einer mittleren Tischtennissensation gleichenden 9:7 gegen Jena am Samstagnachmittag ließ die Bundesligareserve am Sonntag noch ein hart erkämpftes 9:5 gegen Kellerkind Holzhausen folgen. Somit führt sie – mit einem mehr gespielten Spiel - die Tabelle erstmalig vor Jena an, das freilich mit einem Sieg wieder vorbeiziehen kann.

Dass das sonntägliche Spiel nach dem Galaauftritt vom Vorabend v.a. für den Kopf schwer werden würde gegen den vermeintlichen Außenseiter, war allen Beteiligten vor Spielbeginn klar gewesen. Dass beim „vierten Spiel innerhalb einer Woche ein bisschen die Frische fehlen könnte“, hatte TV-Manager Uli Eckert schon vor Spielbeginn befürchtet. Er sollte Recht behalten, und nach dem unglücklich mit 10:12 verlorenen Duell von Krcil/Hörmann gegen Fuß/Meinel und dem 1:3 von Hegenberger/Danzer gegen Chornobaiev/Zuckerriedel lag man schnell mit 0:2 hinten. Und das nach den tollen drei Doppelsiegen vom Vortag!

Immerhin war wie immer in dieser Spielzeit Verlass auf die beiden „Oldies“ Kabacinski/Palkovsky (3:0 gegen Janke/Brante). Zudem sollte es dem TV-Express in der Folge gelingen, fünf der sechs Einzel im ersten Durchgang für sich zu entscheiden. Frantisek Krcil hatten noch weniger Mühe mit Stanislav Chornobaiev als Hannes Hörmann mit Hendrik Fuß. Allesamt 3:0 endeten die Duelle von Sebastian Hegenberger gegen Robert Janke, Tomek Kabacinski gegen Juan Brante und David Palkovsky gegen Maximilian Zuckerriedel. Einzig Matthias Danzer musste seinem Gegner Gregor Meinel nach vier Sätzen zum Sieg gratulieren. Der alte Abstand war aber nach dem glatten 3:0 von Krcil über Fuß schnell wiederhergestellt. Ein knappes 2:3 von Hörmann gegen Chornobaiev und ein etwas überraschend glattes 0:3 von Hegenberger gegen Meinel ließen die Gegner auf einmal doch noch mal herankommen. Matthias Danzer, wild entschlossen, seine Auftaktniederlage wieder zu egalisieren, glich gegen Janke zunächst ein 0:2 aus und ließ dann gar nichts mehr anbrennen. Nachdem beim 8:5 nun ein Punkt bereits gesichert war, durfte Kabacinski, eine der ganz großen Konstanten in dieser Saison und insbesondere an diesem so aufregenden Wochenende, den Sack zumachen. Er tat das in gewohnt souveräner Manier mit einem ganz sicheren 3:0 über Zuckerriedel.

Am Ende waren alle TV-Beteiligten einfach nur erleichtert, dass nach der Sensation am Samstag nun auch die vermeintliche Pflichtaufgabe mit 9:5 gelöst wurde. Somit bleibt man in der Rückrunde ohne Punktverlust und kann ganz entspannt beobachten, was die Konkurrenz aus Jena macht. Mit dieser tollen Mischung aus Jung und Alt ist auf jeden Fall weiterhin zu rechnen.

Ergebnisse: TV Hip II – TTC Holzhausen 9:5


Sensation gegen den Tabellenführer
Hilpoltstein (mu) – Die zweite Mannschaft des TV Hilpoltstein hat am Samstagnachmittag für einen bis nach Thüringen zu hörenden Paukenschlag gesorgt: in einem fünf (!) Stunden dauernden Tischtenniskrimi besiegte die Talentetruppe in der Herren-Regionalliga die übermächtigen Gäste vom SV Schott Jena mit 9:7.

Nach dem verwandelten Matchball zum 12:10 im Entscheidungssatz lag sich das einmal mehr überragende Schlussdoppel mit Frantisek Krcil und Hannes Hörmann in den Armen, der Jubel kannte keine Grenzen mehr, die ganz große Sensation war perfekt. Man hatte tatsächlich den Drittliga-Absteiger aus Jena bezwungen, der bislang noch keinen einzigen Zähler abgegeben und in allen Kategorien schlichtweg überragend gewesen war. Und das nach einem 1:5-Rückstand im letzten Satz und vergebenem Matchball bei 10:9.

Doch schlichtweg überragend waren diesmal eben auch die Burgherren um die drei Toptalente Hannes Hörmann, Sebastian Hegenberger und Matthias Danzer. Alle drei Youngsters zeigte wieder einmal ganz starke Leistungen, konnten jedoch nur in Person von Hannes Hörmann an der Seite von Frantisek Krcil in Eingangs- wie eben Schlussdoppel punkten. In den Einzeln gingen alle drei diesmal leer aus, zu stark waren ihre osteuropäischen Kontrahenten. Hannes Hörmann zeigte dabei einmal mehr eindrucksvoll, dass ihn nur noch Nuancen von den Topcracks der Liga trennen. Sowohl gegen Pavol Mego als auch Roman Rezetko kam der bodenständige Nachwuchscrack bis in den Entscheidungssatz, in dem er zweimal den Kürzeren zog. Sebastian Hegenberger zog sowohl gegen den gut aufgelegten Leonard Süß als auch gegen den fehlerfrei aufspielenden Tibor Spanik den Kürzeren. Gegen Spanik hatte Nesthäkchen Matthias Danzer zunächst eine sensationelle Leistung aufs Parkett gelegt und einen 0:2-Satzrückstand egalisiert, dann jedoch knapp im Entscheidungssatz verloren. Gegen Leonard Süß fand er anschließend ebenso nicht so recht zu seinem Spiel.

Die TV-Verantwortlichen durften sich am Samstag jedoch einmal mehr bestätigt fühlen in ihrer Personalpolitik, nämlich den drei Ausnahmetalenten drei erfahrenen Ausnahmecracks an die Seite zu stellen. Und diesmal waren es tatsächlich die drei „Oldies“, denen die Schlagzeilen gehörten. Frantisek Krcil zeigte im Duell der besten Akteure der Liga zweimal im Doppel sowie zweimal im Einzel „unglaubliche Leistungen“ (TV-Manager Eckert) und hielt die so starken Mego und Rezetka über die volle Distanz in Schach. Hinten freute sich Eckert über die „beste Saisonleistung“ des sympathischen Tschechen David Palkovsky, der gegen die für das hintere Paarkreuz enorm spielstarken Nico Müller und Andrei Fiodarau keinen einzigen Satz (!) abgeben musste. Gegen Fiodarau hatte sein polnischer Paarkreuzkollege Tomek Kabacinski lange Zeit große Probleme gehabt, war aber nicht von seinem konsequenten Weg abgewichen und hatte den Rumänen damit zur Verzweiflung gebracht. Gegen Müller hatte er dann gar keine Mühe bei seinem glatten 3:0.

Neben den enorm stabilen Routiniers gab es noch einen großen Faktor für den TV-Erfolg: man konnte gegen diese drei starken Paarungen gleich drei Doppel siegreich gestalten – und das gegen ein Team, das in allen Duellen zusammengezählt bislang ganze fünf (!) Doppel verloren hatte. Eine ganz tolle Leistung der Hilpoltsteiner Regionalligamannschaft. Trotz riesiger Euphorie wurde nach Spielende aber nicht mehr gefeiert, schließlich mussten alle Akteure noch ein paar Stunden Schlaf bekommen, ehe es am Sonntag gegen Holzhausen weiterging.

Ergebnisse: TV Hip II - SV Schott Jena 9:7

 

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